Bewerben während der Weiterbildung zum IM

  • Anektode dazu:


    hatten im Meisterlehrgang die Diskussion was alle so verdienen.

    Ergebnis: Ein Kollege hatte 2 Wochen später einen neuen Job :-)


    Dem hat der Lehrgang jetzt schon was gebracht. Und es zeigt, ja Bewerben während der Schulungszeit geht!


    Gruß


    TamTom

  • Hallo zusammen, meiner meinung nach ist die erfahrung mehr wert als jede Ausbildung, was bringt dem Unternehmen ein Meister der von der Materie keine Ahnung hat.

    ich entschuldige mich daß ich so direckt war.

    Sehe ich nur teils, teils. Eine Weiterbildung/Studium endet mit einem Abschluss und einer Urkunde. Und diese belegt, dass man das Wissen auch im Kopf hat und es anwenden kann.


    Dann könnte sich jeder bewerben und behaupten das er es kann, nur weil er xx Jahre in einem Betrieb gearbeitet hat.

    Reine Anwesenheitszeit belegen doch auch nichts.


    Darum bin ich auch wie oben schon geschrieben der Meinung, dass man etwas fertig machen sollte, und erst mit der Urkunde kann man

    sich dann bewerben. Außnahmen sind natürlich das eigene Unternehmen. Wenn einen der Chef kennt und für die Position gesetzt hat

    und auch weiß, dass man es drauf hat und die Weiterbildung auch zu Ende bringt.

  • also ich würde mich auf jeden Fall auch bewerben. Bei den meisten Unternehmen vergehen 2-3 Monate oder auch länger vom Eingang der Bewerbung, bis zur Vertragsunterschrift, wenn man es bis dahin geschafft hat.

    Ich würde erwähnen, das ich die Meisterschule besuche und diese voraussichtlich Ende des Jahres erfolgreich abschließen werde. Selbst wenn es dumm läuft und man die ein oder andere Prüfung nicht direkt bestehen und eine extra Runde drehen muss, ist das kein Beinbruch. Wenn man im Vorstellungsgespräch überzeugt verzeiht einem der neue Arbeitgeber das sicherlich auch.

  • also ich bewerbe mich auch schon vor der Prüfung. Habe ich bei meiner Umschulung zum Mechatroniker auch gemacht. Ich möchte im besten Fall ja direkt bestehen und im Anschluss sofort als Meister tätig sein. Sollte noch vor der Prüfung die mündliche oder sogar schriftliche Zusage der Anstellung zu Stande kommen , so ist das für mich nochmal so ein extra Anreiz etwas mehr zu lernen um auch zu bestehen. Sieht ja vielleicht ein bissi doof aus wenn man durch fällt und die Zusage um ein halbes Jahr oder so verschoben werden muss... für manche ist es aber auch zu viel Druck, sofort bestehen zu müssen

  • Ich werde mich auch schon während der Weiterbildung bewerben müssen. Ich habe derzeit einen auf 18 Monate befristeten Vertrag und wenn der ausläuft, habe ich gerade meinen Ausbilderschein in der Tasche und das Ende der Weiterbildung ist dann noch ein knappes Jahr hin. Also will ich versuchen eine Stelle zu bekommen, wo ich am Ende als Meister bleiben kann. Hat dann auch den Vorteil, dass ich die Firma und die Arbeit dort kenne und ganz anders als Meister einsteigen kann.

  • Ich werde mich auch schon während der Weiterbildung bewerben müssen. Ich habe derzeit einen auf 18 Monate befristeten Vertrag und wenn der ausläuft, habe ich gerade meinen Ausbilderschein in der Tasche und das Ende der Weiterbildung ist dann noch ein knappes Jahr hin. Also will ich versuchen eine Stelle zu bekommen, wo ich am Ende als Meister bleiben kann. Hat dann auch den Vorteil, dass ich die Firma und die Arbeit dort kenne und ganz anders als Meister einsteigen kann.

    Also mich würden in deinem Fall echt dann mal die Reaktionen interessieren. Ob du dann sofort Absagen erhälst. Nicht böse gemeint. Aber 1 Jahr bis zum Abschluss und dann jetzt schon bewerben finde ich heftig. Wenn ein Unternehmen eine Stelle ausschreibt, dann suchen sie ja jetzt sofort. Und ich denke das wir alle hier wissen, dass es mehr Industriemeister als freie Stellen gibt. Also bewerben sich da sicherlich zig andere mit fertigen Papieren. Wie soll man dann jemanden einschätzen, der erst den Ausbilderschein hat?

  • Naja das werde ich dann gegen ende 2018 wissen. Es kommt doch nur darauf an, wie gut man sich verkaufen kann. Ich werde denke ich viele Initiativbewerbungen schreiben und dort lediglich erwähnen, dass ich derzeit noch in der Vorbereitung auf die Meisterprüfung bin. Alles weitere kann man dann ja im persönlichen Vorstellungsgespräch besprechen.

  • Mir wurde von Vorgesetzten gesagt ich sollte mich Firmen Intern besser erst bewerben wenn es geschafft ist. Sollte man einen Zweiten versuch brauchen wirft das ein schlechtes Licht auf einen. Zu externen Bewerbungen hat man aber nichts negatives gesagt. Kann jetzt Firmen speziell sein. Aber man sollte es im Hinterkopf haben, das man da vielleicht mit einer nicht erfolgreichen Prüfung dann nicht gerade Punktet. Vor allem wenn man für die Stelle vielleicht sonst genommen worden wäre und dann nicht den Abschluss hat.

  • Mir wurde von Vorgesetzten gesagt ich sollte mich Firmen Intern besser erst bewerben wenn es geschafft ist. Sollte man einen Zweiten versuch brauchen wirft das ein schlechtes Licht auf einen. Zu externen Bewerbungen hat man aber nichts negatives gesagt. Kann jetzt Firmen speziell sein. Aber man sollte es im Hinterkopf haben, das man da vielleicht mit einer nicht erfolgreichen Prüfung dann nicht gerade Punktet. Vor allem wenn man für die Stelle vielleicht sonst genommen worden wäre und dann nicht den Abschluss hat.

    Gut da mag was dran sein, da in meiner Planung ein durchfallen nicht vorgesehen ist und damit auch nicht stattfinden kann, mache ich mir über solche Szenarien keine Gedanken

  • ich denke dass es schon besser ist wenn man sich erst irgendwo bewirbt wenn man den Meister bestanden hat.

    Wie gesagt, ich bewerbe mich nicht als Meister, sondern als Fachkraft für Lagerlogistik. Den Meister werde ich beim Vorstellungsgespräch einfließen lassen, aber nicht als Hauptargument. Das würde ich erst machen, wenn ich den Meister in der Tasche habe.

    Der Punkt bei mir ist ja, dass ich mich während der Meisterschule bewerben muss, Weil ich nur einen befristeten Arbeitsvertrag über 18 Monate habe und in der Firma wo ich derzeit bin, gibt es keine Möglichkeit irgendwas mit dem Meister werden zu können.

  • Ich habe mich intern auf eine Teamleiterstelle beworben und trotz einem sehr guten Abschluss eine Absage bekommen.

    Begründung: zu wenig Erfahrung.

    Die Stelle hat ein Kollege bekommen, ohne Meisterausbildung, dafür mit mehr fachlicher Erfahrung in der Abteilung.


    Fazit: Nur mit dem Schein ist es nicht getan, das Gesamtpaket muss stimmen

  • Wie gesagt, ich bewerbe mich nicht als Meister, sondern als Fachkraft für Lagerlogistik. Den Meister werde ich beim Vorstellungsgespräch einfließen lassen, aber nicht als Hauptargument. Das würde ich erst machen, wenn ich den Meister in der Tasche habe.

    Der Punkt bei mir ist ja, dass ich mich während der Meisterschule bewerben muss, Weil ich nur einen befristeten Arbeitsvertrag über 18 Monate habe und in der Firma wo ich derzeit bin, gibt es keine Möglichkeit irgendwas mit dem Meister werden zu können.

    Wenn du dich als Fachkraft für Lagerlogistik bewirbst, dann würde ich Meister gar nicht erst erwähnen, da du für die Stelle überqualifiziert bist und keine lange Perspektive als Facharbeiter hast. Die Firma wird immer nach langfristigen Lösungen suchen für die ausgeschriebene Stelle und dich sofort aussortieren.

  • Wenn du dich als Fachkraft für Lagerlogistik bewirbst, dann würde ich Meister gar nicht erst erwähnen, da du für die Stelle überqualifiziert bist und keine lange Perspektive als Facharbeiter hast. Die Firma wird immer nach langfristigen Lösungen suchen für die ausgeschriebene Stelle und dich sofort aussortieren.

    Das Problem haben die auch, wenn ich es nicht erwähne. Wenn ich dann nach bestandener Prüfung denen vor den Kopf "knalle" das ich jetzt eine andere Stelle antrete, weil ich ja jetzt Meister bin.

    Wissen die das von vorne herein, können sie ganz anders Planen und eventuell ergibt sich daraus eine Meisterstelle.
    Ich denke egal wie man es macht, gibt es immer irgendwo Ecken und Kanten.

    Erwähne ich es, sagt das Unternehmen vielleicht "Den nehmen wir nicht, der geht wenn er den Meister hat". Erwähne ich es nicht, muss ich irgendwann dem Unternehmen sagen "So Leute ich habe meinen Meister und trete meine Stelle dort und dort an".

    In beiden Fällen sicherlich unschön und nicht wirklich von Vorteil, weder für mich noch für das Unternehmen. Aber ich bin jemand der gerne mit offenen Karten spielt. Ich halte nichts von hinten rum und durch die Blume oder so. Ich bin ein sehr direkter Mensch und werde auch in dem Fall offen mit der Weiterbildung umgehen, so dass sich das Unternehmen entscheiden kann.

  • Ich muss aus meiner Erfahrung heraus Zilean absolut Recht geben, der Arbeitgeber wird und muss immer langfristig sein Personal planen denn mit einer Neueinstellung will er in der Regel keine kurzfristigen Arbeitsspitzen Abbauen das könnte er ohne weiteres mit Leiharbeit. Einarbeitung auf die zu besetzende Position kostet auch immer Zeit und Geld und die Gefahr einer Fehlbesetzung. Deshalb wird ein sehr großer Aufwand betrieben vor, während und nach der Personalsuche!


    Manchmal ist es vielleicht gar nicht so verkehrt sich mal in die andere "Seite" zu versetzen um einige Antworten zu bekommen 😉

    Wünsche dir aber trotzdem viel Glück!

  • Aber genau da ist doch der springende Punkt. Sage ich nichts und bekomme die Stelle, fange ich später mit der Suche nach einer Meisterstelle an. Wenn ich die dann bekomme und gehe, haben die den Aufwand und die Zeit umsonst investiert.

    Ist halt eine Gratwanderung. Ich persönlich halte nicht viel davon, einen potentiellen Arbeitgeber anzulügen bzw, etwas von solch wichtiger Tragweite zu verheimlichen.

  • Denk mal wenn man sich während der "Schule" auf eine Stelle mit Meister Perspektive bewirbt (zB. Stelle mit ausgewiesener Aufstiegsmöglichkeit) machst du in den Augen des suchenden Unternehmens nichts verkehrt 😁

    Aber auch nur dann 😉😉😉

  • Das ist ja auch wieder etwas anderes. Ich meine, wenn ich mich kurz vor der Prüfung auf eine Meisterstelle bewerbe mit dem Hinweis, dass mir nur noch die HQ Prüfung vor mir habe, erhöht man zwar ein wenig den Druck, aber es ist eine Aussicht.

    Da ich aber ab dem Zeitpunkt des Endes meines befristeten Arbeitsvertrags noch gut 1 Jahr vor mir liegt bevor ich den Meister mache. Das bringt mich in eine Zwickmühle.

  • Das Problem liegt bei mir ja darin begründet, dass ich als Leiharbeiter arbeite und das ja gesetzlich neu geregelt worden. Dadurch kann mein Arbeitsvertrag nicht so einfach verlängert werden. Daher kann ich mich schlecht als Meister bewerben und muss mich als Fachkraft für Lagerlogistik um einen Job bemühen.

  • Ich bin da recht zwiegespalten. Die Leiharbeit hat mir in der Zeit der Krise 2008 dafür gesorgt, dass ich durchweg mit Ausnahme von einem Monat Arbeit hatte. 2012 hat sie dafür gesorgt, dass ich relativ schnell wieder Arbeit hatte und sie hat mich seit meiner Ausbildung in diesem Beruf gehalten.

    Ich verstehe aber auch die Schattenseiten. Meiner Meinung nach, muss das Risiko eines Leiharbeites besser honoriert werden und nicht erst nach 9 Monaten. Sondern sofort.

    Aber wie auch immer, es sorgt dafür das ich Arbeit habe, während ich meine "Meisterschule" mache.

  • Das Problem haben die auch, wenn ich es nicht erwähne. Wenn ich dann nach bestandener Prüfung denen vor den Kopf "knalle" das ich jetzt eine andere Stelle antrete, weil ich ja jetzt Meister bin.

    Um welchen Zeitraum geht es denn eigentlich noch bis du deinen Meister hast?


    Also nicht böse gemeint, ich würde dich als Unternehmen dann auch aussortieren, weil ein Unternehmen seine Stellen logischerweise ja

    langfristig vergeben möchte.


    Und sie werden dir kaum die Stelle geben, dich einige Zeit anlernen und wenn du dann soweit bist, dann hast du den Meister und gehst wieder.

    Auch werden sie sich nicht das doppelte Anlernen antun. Also erst die Facharbeiterstelle mit dir besetzen. Dann kurze Zeit später wieder als Meister

    und wieder einen neuen auf die Facharbeiterstelle setzen.

  • Ich habe ca. 4 Wochen vor dem letzten Fachgespräch/Präsentation ein Vorstellungsgespräch gehabt und dem Unternehmen das auch so mitgeteilt, dass ich noch die letzte Prüfung ablegen muss. Beim zweiten Gespräch wurde ich danach gefragt und habe die Stelle dann auch bekommen.

    Also man darf sich ruhig während der Weiterbildung bewerben

  • Wenn mein Vertrag ausläuft, ist es noch ein Jahr bis ich fertig bin. Aber genau da liegt das Problem. Wenn ich mich auf eine Facharbeiterstelle bewerbe und von der Firma die Zusage bekomme, dann arbeite ich die Zeit als Facharbeiter und dann? Nach nem Jahr hingehen und sagen "So Leute ich habe meine Meisterprüfung bestanden. Ich werde mir jetzt eine Meisterstelle suchen"? Es ist egal wie man es dreht und wendet, wenn ich das offen Kommuniziere, ist es falsch und wenn ich es nicht erwähne auch.

    Dann erkläre mir doch mal wie Du vorgehen würdest? Versuchst Du immer allen alles recht zu machen? Ich weiß noch nicht wie ich damit umgehe, weil ich noch ein wenig Zeit habe bis es soweit ist. Ich werde mich damit zu gegebener Zeit auseinander setzen.