Zulassung zur Prüfung - IM Elektrotechnik

  • Hallo,

    ich bin gerade dabei mich für den Industriemeister Elektrotechnik anzumelden. Nun geht es daran die Unterlagen für die IHK zusammenzustellen. Unsere IHK ist dabei vergleichsweise kritisch, sodass bei einigen bekannten bereits die Prüfungszulassung abgelehnt worden.

    Ich arbeite seit Februar 2012 in einem Unternehmen das vornehmlich Alarm und Telekommunikationsanlagen plant, installiert und wartet.

    Nun möchte mein Chef folgendes in das Arbeitszeugnis schreiben:

    - Planung, Installation und Wartung von Alarmanlagen

    - Planung, Installation und Wartung von Telefon- und Netzwerkinfrastrukturen


    Meint ihr das reicht aus oder sollen noch andere Punkte hinzugefügt werden bzw. ausführlicher beschrieben werden?

    Ich danke euch schon einmal im Voraus für eure Antworten

  • - Planung, Installation und Wartung von Alarmanlagen


    - Planung, Installation und Wartung von Telefon- und Netzwerkinfrastrukturen

    Ist das Bestandteil eines Elektro-Berufes? Ich denke... JA!

    und somit ist diese Beschreibung meiner Meinung nach ausreichend.

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    Februar 2017 Mai 2017                                            
  • Ich habe mich bis dato weder bei der IHK noch bei einem Lehrgangsanbieter angemeldet.


    Bei den anderen war es zwar so, dass die vom Lehrgangsanbieter angenommen wurden aber die Zulassung bei der IHK nicht erhalten hätten. Manchen Lehrgangsanbietern ist es anscheinend egal ob man nachher die Prüfung ablegen darf oder nicht hauptsache Geld kommt. Ich wollte natürlich erst von der IHK wissen, ob ich zur Prüfung zugelassen werden würde. Was soll ich an einem Kurs teilnehmen wenn ich nachher nicht die Prüfung ablegen kann. Dann würde ich mir alternativ anderen Lehrgänge mit Institutsinternem Zertifikat aussuchen.

  • Mal als Update. Das Arbeitseugnis mit dem Inhalt

    - Planung, Installation und Wartung von Alarmanlagen

    - Planung, Installation und Wartung von Telefon- und Netzwerkinfrastrukturen

    hat der IHK leider nicht ausgereicht. Die Zulassung für die Prüfung wurde vorerst abgelehnt.

  • Unbegreiflich!


    warum sollen 5 Jahre:

    - Planung, Installation und Wartung von Alarmanlagen 

    - Planung, Installation und Wartung von Telefon- und Netzwerkinfrastrukturen

    für den Industriemeister Elektrotechnik nicht genügen?

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    Februar 2017 Mai 2017                                            
  • Was ist denn dein erlernter Beruf? Was hat Du während der Ausbildung gemacht, bei welchem Unternehmen?

    Vielleicht solltest Du genauer erläutern, was Du im Rahmen Deiner Tätigkeit machst und warum Du unbedingt den IM machen willst.


    Falls es speziell mit dieser IHK nicht klappt, kannst Du es auch über die IHK am Ort eines potentiellen Lehrgangsanbieters probieren.

    Wenn Du zum Beispiel den Kurs bei der SGD machst, ist die IHK Darmstadt der richtige Anlaufpunkt.

    Die prüfende IHK ist entweder deine Heimat-IHK oder die des Lehrgangsanbieters.

    If somebody´s not pissed off at you, you´re not rocking hard enough!

  • Ich denke das es nicht unbedingt negativ ist wenn die IHK sich genau ansieht wen sie zur Prüfung zu lässt. Immerhin wird beim Meister nicht unbedingt die gesamte wissensbreite einer 3,5 jährigen elektro Ausbildung abverlangt. Vielmehr geht es darum sein Fachwissen mit Betriebswirtschaftlichen, Rechtlichen usw. Wissen zu VERKNÜPFEN. Zudem suggeriert der Titel eine hohe Fachkompetenz, die man ohne passende Ausbildung ebend nicht hat.

  • Hallo,

    was mir allerdings fehlt, ist die Ausgangssituation:

    Was ist der Ausgangsberuf ( Ausbildung als XXXXX ), wie lange in der derzeitigen oder ähnlichen Tätigkeit und wie ist das mit der Zulassungsvoraussetzung in Übereinstimmung zu bringen.

    Erst dann kann man eine Auskunft geben.

    Gruß

  • Irgendwie schnalle ich nicht wieso einem der Meisterkurs verweigert wird, wenn man die passende Ausbildung hat und man in diesem Ausbildungsberuf auch noch mehre Jahre gearbeitet hat.


    Oder ist die Ausbildung nicht vorhanden?

  • Man kann jedoch nicht einfach so von Kammer zu Kammer springen.


    Entweder-Oder ist schon korrekt. Er kann die Kammer nun nicht mehr wechseln. Das ist leider so.


    Warum die Zulassung abgelehnt wurde, muss die Kammer dem Fragesteller mit einem Ablehnungsbescheid erläutern. Hier hätte der Fragesteller die Zulassung bekommen. Wenn er 5 Jahre in diesem Bereich gearbeitet hat, ist die Ausbildung im Vorfeld auch vollkommen irrelevant, weil man auch ohne Ausbildung und 5 Jahren die Zulassung erhalten würde.


    Grüße

  • Solange sich der Kamerad dazu nicht äussert und Input gibt, sind alles soweit nur Vermutungen.


    Wenn er die Zulassung bei seiner Heimat-IHK untersuchen hat lassen, dann gilt die auch nur dort. Da er noch keinen Lehrgang besucht, bleibt das ja erst mal eine unverbindliche Auskunft. Wenn er sich jetzt für einen Lehrgangsanbieter ausserhalb seines Heimat-Bereichs entscheidet, wird dort erneut eine Zulassung überprüft, sofern er die Möglichkeit nutzen will, die Prüfung im Bereich der IHK des Lehrgangsanbieters abzulegen

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  • Solange sich der Kamerad dazu nicht äussert und Input gibt, sind alles soweit nur Vermutungen.


    Wenn er die Zulassung bei seiner Heimat-IHK untersuchen hat lassen, dann gilt die auch nur dort. Da er noch keinen Lehrgang besucht, bleibt das ja erst mal eine unverbindliche Auskunft. Wenn er sich jetzt für einen Lehrgangsanbieter ausserhalb seines Heimat-Bereichs entscheidet, wird dort erneut eine Zulassung überprüft, sofern er die Möglichkeit nutzen will, die Prüfung im Bereich der IHK des Lehrgangsanbieters abzulegen

    5 Jahre Wartung und Planung von Telefon und Alarmanlagen :/ könnte eng werden.

  • Solange sich der Kamerad dazu nicht äussert und Input gibt, sind alles soweit nur Vermutungen.


    Wenn er die Zulassung bei seiner Heimat-IHK untersuchen hat lassen, dann gilt die auch nur dort. Da er noch keinen Lehrgang besucht, bleibt das ja erst mal eine unverbindliche Auskunft. Wenn er sich jetzt für einen Lehrgangsanbieter ausserhalb seines Heimat-Bereichs entscheidet, wird dort erneut eine Zulassung überprüft, sofern er die Möglichkeit nutzen will, die Prüfung im Bereich der IHK des Lehrgangsanbieters abzulegen

    Das ist leider falsch! Die Kammer, die zuerst mit der Sache befasst wird, ist zuständig. Da kann man anschließend nicht noch bei einer anderen Kammer nachfragen. Sorry.

  • Ich finde es erstaunlich das hier von IHK zu IHK solche unterschiede sind. In meiner Klasse war ein Kollege der zum Beginn noch im 4 Lehrjahr war. (Elektroniker für Betriebstechnik) Er wurde zur Prüfung zugelassen, und hat auch Bestanden.

    3,5 Jahre Ausbildung + 2 Jahre Facharbeiter bis zur Prüfung haben gereicht.

  • Wenn Eule keine Elektrische Ausbildung hat, was ich jetzt einfach annehme, ansonsten würde ich die Ablehnung der IHK nicht verstehen, dann wäre ja noch die Alternative sich zum technischen Fachwirt weiterzubilden.

  • Ich möchte hier einmal kurz die Regelungen in Bezug auf die Verordnung darstellen.

    Die Zulassungsvorraussetzung zur BQ Prüfung ist erfüllt in folgenden Fällen:

    Keine Berufsausbildung etc + 4 Jahre Berufspraxis

    Ausbildung in fremden Beruf + 1 Jahr Berufspraxis

    Ausbildung in elektrotechnischen Beruf und keine Berufspraxis.


    Zur FQ Prüfung sind in allen fällen ein weiteres Praxisjahr nachzuweißen.



    Da die Rechtsverordnung Spielräume lässt ist noch folgendes hinzu zu fügen:

    - Manche Kammern verlangen Berufspraxis in der Industrie und nicht im Handwerk. Anderen Kammern ist es egal.

    - Je nach Auslegung werden Berufe wie der IT-Systemelektroniker nicht zu den eigentlichen Elektroberufen gezählt, sondern wie fremde berufe behandelt (Unabhängig von dem "Status" der Elektrofachkraft



    Im Falle des Fragestellers würde mich interessieren was im Arbeitszeugnis noch steht. Wichtig währe meines Erachtens hervorzuheben, dass mit Elektrotechnischen Systemen gearbeitet wurde. Auch währe der Betrieb als Industrieller Betrieb zu beschreiben.


    In meinem Falle hatte ich ein Ähnliches Problem. Ich komme eigentlich nicht aus einem klassischen Elektroberuf. Die Zulassung war jedoch Problemlos möglich. Warum hier ein solcher Zinnober betrieben wird, verstehe ich nicht...

  • Nur einmal zur Klarstellung:


    Auch wenn einige Kammern das vollkommen sinnfrei so handhaben, ist es rechtlich vollkommen unerheblich, ob es ein Industrie- oder ein Handwerksbetrieb ist. Sollte aus diesem Grunde abgelehnt werden, sofort Widerspruch gegen den Zulassungsbescheid einlegen.


    Wichtig ist einzig und allein die ausgeübte Tätigkeit. Klar sind dabei Spielräume da, aber ein IT-Systemelektroniker ist aus meiner Sicht generell zuzulassen, da er ja im Teil Technik die entsprechende Vertiefungsrichtung wählen kann und somit einem Bestehen überhaupt nichts im Wege steht. Nur der Prüfungsteilnehmer selbst! ;-)


    Also etwas mehr Input des TE wäre sinnvoll! :-)

  • Nur einmal zur Klarstellung:


    Auch wenn einige Kammern das vollkommen sinnfrei so handhaben, ist es rechtlich vollkommen unerheblich, ob es ein Industrie- oder ein Handwerksbetrieb ist.

    Ich möchte einmal die entsprechende VO zitieren...


    "§3 der Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Abschluss Geprüfter Industriemeister/GeprüfteIndustriemeisterin - Fachrichtung Elektrotechnik


    (...)

    (3) Die Berufspraxis gemäß den Absätzen 1 und 2 soll wesentliche Bezüge zu den Aufgaben eines Geprüften Industriemeisters/einer Geprüften Industriemeisterin - Fachrichtung Elektrotechnik gemäß § 1 Abs. 3 haben."


    Nun ist die Frage, wie diese "wesentlichen Bezüge" zu definieren sind...


    Ich möchte keine Kammer in Verruf bringen und werde erst recherchieren, aber mindestens zwei Kammern haben auf Ihrer Webseite angegeben, dass es sich bei der Berufspraxis um eine "leitende Stelle" handeln musste. Sprich, der angehende Meister muss mehr oder weniger bereits als Meister gearbeitet haben.



    Nichtsdestotrotz, mit den Industrie und Handelskammern habe ich in dem Bereich weitaus bessere Erfahrungen gemacht, als mit der Handwerkskammer! Dort sollen Anträge auf Zulassung zur Meisterprüfung bereits wegen "fehlender Wanderschaft" abgelehnt worden sein...