Gedanken zum Meister, in meinem Fall "sinnvoll"

  • Guten Tag miteinander,


    Ich bin neu hier und habe schon Fragen.


    Ich bin 32 Jahre alt und habe als zweite Ausbildung den Mechatroniker gemacht und diesen habe ich 2014 abgeschlossen. Leider arbeite ich in einem eher kleineren Maschinenbaubetrieb ohne Gewerkschaft. Der Stundenlohn beträgt nur 11 Euro.


    Meine Tätigkeit beschränkt sich auf die Reparatur von speziellen Geräten die wir zukaufen und in unsere Anlagen einbauen. Dazu gehört Innnen und Außendienst, Telefonische Hilfe, Emailsupport, Ersatzteilbestellungen, Angebote usw.

    Leider ein sehr spezieller Bereich. Aufstiegsmöglichkeiten gibt es intern keine und eine Weiterbildung wird nicht gerne gesehn somit keine Unterstützung.


    Zahllose Bewerbungen liefen leider ins Leere aufgrund der Tätigkeit. Typische Mechatronikerstellen bei uns in der Region sind reiner Außendienst oder Instandhaltung mit 3 und 4 Schicht.


    Nun habe ich mir gedacht mit dem Meister komme ich ggf. weiter. Andere Stellen und die Möglichkeit Verantwortung zu übernehmen.


    Der Techniker fällt leider flach, vom Bafög kann ich nicht leben und Teilzeit geht nicht aufgrund meiner Arbeitszeiten.

    Nun bleibt mir als einzige Möglichkeit eine knapp 2 jährige Meisterschule die Samstags stattfindet, mit 3 Wochen Vollzeit (Prüfungsvorbereitung und AdA).


    Ist gegen diese Form etwas einzuwenden? Teilzeit unter der Woche funktioniert nicht wegen den Schulzeiten und Fernlehre ist nichts für mich.


    Ich hatte an den Industriemeister Elektrotechnik gedacht. Metall ist nichts für mich und Mechatronik ist wohl zu selten und meine Stärken liegen eher im elektronischen Bereich.


    Bereits 2016 habe ich mir von der IHK bescheinigen lassen das ich die nötige Berufserfahrung habe. Ist das noch gültig oder muss ich das neu anfordern?


    Haltet ihr in meinem Fall den Meister für sinnvoll? Ich denke ja, aber mir macht der Stoff sorgen. In der Berufsschule war ich relativ gut (Durchschnitt 2,02) aber in der Abschlußprüfung habe ich gerade so eine 3 geschafft, aber das lag auch an der tollen Ausbildung die so gut wie nicht stattfand. Mir fehlen viele Grundlagen, oder ist das im Meisterlehrgang kein Problem da man bei "Null" anfängt?


    Gerne würde ich ja was im IT Bereich machen, aber ist der Zug wohl abgefahren.

  • 2 jährige Meisterschule die Samstags stattfindet, mit 3 Wochen Vollzeit (Prüfungsvorbereitung und AdA).

    Hi, den Weg gehen viele, ist entspannt und hast somit jede Menge Zeit unter der Woche zu lernen.


    Ich hatte an den Industriemeister Elektrotechnik gedacht. Metall ist nichts für mich und Mechatronik ist wohl zu selten und meine Stärken liegen eher im elektronischen Bereich.

    Kommt darauf an was du machen möchtest und in welchen Betrieben du dich evtl mal bewerben willst!


    Haltet ihr in meinem Fall den Meister für sinnvoll?

    Weiterbildung lohnt sich immer, ist auch eine persönliche Weiterentwicklung, also machen!



    Mir fehlen viele Grundlagen, oder ist das im Meisterlehrgang kein Problem da man bei "Null" anfängt?

    die fehlen und fehlten nicht nur dir...alles machbar, solange du lernst und ehrgeizig und konsequent bist

  • Ich denke der Mechatronikmeister ist nicht sehr gefragt, es war schon ein Fehler den Mechatroniker zu lernen.


    Ich würde gerne eine Elektroabteilung führen, könnte mir aber auch Arbeitsvorbereitung oder Produktion vorstellen.


    Bei uns gibt es auch so nicht so viele Stellenangebote für eine Mechatroniker, meist werden Elektroniker gesucht und auch Mechatroniker als Alternative

  • Mechatroniker ist niemals falsch. Du hast Einblicke in beide Richtungen gehabt, was dir sehr viel nützen kann.


    Wenn du dich eher im Elektrobereich siehst, verfolge den IM Elektrotechnik- Die Zulassung gilt auch jetzt noch, brauchst du nicht nochmal anfordern.


    Ansonsten ist ein etwas weiter gefasster Zeitrahmen für die Weiterbildung sehr gut, denn in 4, 6 oder 9 Monaten ist ein nachhaltiges Lernen neben der Arbeit aus meiner Sicht nicht möglich.


    Viel Erfolg!!!

  • Danke für die bisherigen Antworten.


    IM Mechatronik gibt es bei uns sehr wenig Stellen. Eine schnelle Suche ergab 3 Stellen davon 2 Zeitarbeit und das schon im Umkreis von 50km.

    Da würde ich wahrscheinlich im Maschinenbaubereich bleiben, ggf. wäre es Projektleitung bei Inbetriebnahmen, aber Außendienst hatte ich genug..

    Und selbst wenn könnte man das als Elektrotmeister sciher auch.


    Mein erster Gedanke war Elektrotechnik und das soll es auch bleiben heißt es ja immer.


    Da mich mein Betrieb ja nicht unterstützt bleibt mir ja "nur" die Samstagsschule aber mittlerweile bin ich da glücklich drüber.

    Darf man sich das T1 oder T2 eigentlich aussucehn oder legt das die IHK fest?

  • Ich werde mich denke ich für T2 entscheiden, ist aus Mechatronikersich sicher "Sinnvoller".


    Kann hier jemand was zu den Eckert Schulen sagen? Man findet nicht viel.


    Aber ich denke in der Erwachsenenbildung kommt es sowieos in erster Linie auf einen selbst an und nicht so auf die Schule.


    Ich hoffe ich kann mit Fleiß und Durchhaltevermögen endlich mal meine mangelhafte Ausbildung verbessern.

  • Wenn man sich deinen Text so durchliest, beantwortest du dir deine Frage(n) ja schon selber. Du bist mit deiner jetzigen Situation nicht zufrieden. Demnach kommt eine Weiterbildung ja nur in Betracht. Ich mache meinen IM E-Technik gerade in Vollzeit durch den Bund und ich kann für mich sagen, dass ich nachdem ich den ganzen Lernstoff gesehen habe. Es nebenher wahrscheinlich nicht packen würde. Mir würde da wahrscheinlich einfach der Elan ausgehen, da ich eher der Praktiker bin. Zum Thema Förderung. Wir haben heute gesagt bekommen das dieser IM von einigen Bundeslände sogar honoriert wird. In MV, Sachsen und Bayern bekommt jeder IM nach bestandener Prüfung eine sogenannte Meister-Prämie. Diese beläuft sich derzeit auf 1000€. MV will diese sogar auf 2000€ erhöhen. Diese Prämie gibt es erst seit 2016. Vielleicht eine ganze nette Info für den ein oder anderen von uns.

  • Mahlzeit,
    also ich würde schon zum IM Mechatronik raten.Befinde mich aktuell in der Bewerbungsphase und hab die Erfahrung gemacht, dass dieser Abschluss zumindest bei uns in der Region bei Maschinenbaufirmen sehr gefragt ist weil man halt von allem etwas weiß, damit kann man sich Abteilungsübergreifend mit anderen Fachabteilungen eher austauschen . Das muss man dann im Vorstellungsgespräch natürlich entsprechend verkaufen.Hab zusätzlich noch den Tbw gemacht. Kommt denke ich auch ziemlich auf die Firma an. Wenn diese Mechatroniker ausbilden ist es schon mal ein gutes Zeichen...