Industriemeister oder nicht?

  • Hey Leute :)


    Ich würde gerne meinen Industriemeister machen und wollte euch mal um Rat fragen!


    Ich bin 27 Jahre alt und bin Industriemechaniker.

    Habe seit über 6 Jahre leider mit Mathe, Chemie, Physik oder etc nichts Zutun.


    Lernt man im Unterricht nochmal alles neu? Wird einem dabei geholfen?

    Bin momentan die Pros und Contras am rausschreiben, aber weiß nicht ob ich das ganze Material nochmal erlernen kann.

  • Hallo Peter

    Ich hatte vor der Meisterschule ca. 15 Jahre keine Schule mehr von innen gesehen.

    Ich kann dir nur sagen dass es möglich ist.

    Ich habe die BQ im ersten Anlauf ohne Nachschreiben oder mündliche geschafft ( und das net mal schlecht;))

    Was die HQ bringt muss man sehen.

    Ich kann dir nur den Rat geben es zu versuchen, denn nur wenn du es versuchst wirst du wissen ob es klappt.

    Was hast du zu verlieren ?

    Das einzigste was ich vor der Meisterschule mir wieder angeeignet hatte waren Formeln unstellen weil ich da nichts mehr konnte :D.

    Wenn du immer in die schule gehst und den Lernstoff den du nicht verstehst dir daheim wieder anschaust , dich ordentlich auf die Prüfungen vorbereitest dann sollte das klappen.

    Im schlimmsten Fall hat es nicht geklappt und dann hörst du einfach wieder mit der schule auf.

  • Oh 15 jahre? Respekt :)


    Jaa klar, genau Formel Umstellung tue ich mich sehr schwer... wobei mich viele Inhalte des Meisters sein sehr interessieren.

    Bist du an HQ noch dran? Gibt's für BQ eigentlich gewisse Grundlagen die ich im Vorfeld lernen kann? Würde erst zum November beginnen. Kannst du mir da evt. Helfen? :)


    P.s. du hast vollkommen recht, ich habe da nichts zuverlieren aber die Zweifel am eigenen können liegt halt nach wie vor da :P


    Danke für deine Nachricht :)

  • In der BQ gibts einiges an Stoff der vermittelt wird.

    Ich persönlich hab mir nur die Sache mit der Formel Umstellerei angeschaut, den Rest hab ich mir in der schule angeeignet.

    Klar war es anstrengend und man hat auch mal ans aufhören gedacht.

    Die Kunst ist einfach dann nicht aufzugeben auch wenn es schwer fällt und man das Gefühl hat überhaupt nicht klar zu kommen.

    Vertrau mir :

    Du wirst nicht der einzigste sein dem es schwer fällt

    Du kannst dir die Dickemann u Weber bücher oder das krause u Krause buch " die Prüfung der Industriemeister BQ " anschaffen und dir da mal einiges anschauen..

    Ich hab mir die Lektüre erst während des Kurses zugelegt..

    Formeln unstellen hab ich mir im Internet Aufgaben raus gesucht und dann einfach mal losgelegt..kann ja nichts passieren ausser dass sie falsch umgestellt sind.

    Ich würde.mich mal nicht so verrückt machen.

  • Danke :) Das Klingt alles schon sehr hilfreich! :)


    Hast du paar Quellen zur Formelumstellung? :) 

  • Ich bin seit 13 Jahren aus der Schule heraus und habe auch sehr viel überlegt. Ich habe mich dann dazu entschlossen den Meister zu machen um 1. meinen Arbeitsplatz zu sichern und 2. um mich beruflich weiterzuentwickeln. Ich habe seit meiner Lehre nichts mehr mit meinem erlernten Beruf zu tun (Maschinen und Anlagenführer) und habe den Meister doch angefangen ? Es ist die ersten 2-3 Wochen schwierig sich wieder daran zu gewöhnen zu lernen aber es ist machbar.

  • Das selbe habe ich auch durch, die Schule viel mir zwar leicht aber ich war auch froh nicht mehr ewig in Bücher schauen zu müssen.

    Meister und ähnliches habe ich deswegen lange vor mich her geschoben aber bevor ich nacher doch zu alt werde oder jemand anderes mit mehr Qualifikation meine Stelle übernimmt, mache ich jetzt den Meister doch noch.


    Sicher ist es am Anfang sehr viel neuer Stoff und man hat evtl mal das Gefühl der Überforderung aber wer immer dran bleibt und gezielt lernt der wird sicher den Brief erhalten.


    Jeder der sein Beruf mag und der auch nur auf den Gedanken kommt einen Meister machen zu wollen, sollte dies auch wirklich tun.

  • Eine Weiterbildung ist immer eine gute Entscheidung

    Und auch wenn du länger raus bist sollte es kein Problem sein wenn deine Motivation stimmt :)

    Einfach hinterklemmen und am BAll bleiben dann schaffst du es =)

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    tz14HQ Mai 2018 Let´s gotz14

  • Du bist 27, ein super Alter wie ich finde. Da kann man auch eine gewisse Erfahrung im Berufs-Alltag später mit einbringen.


    Ich hatte mich mit der Entscheidung auch echt schwer getan da ich dachte damit ich das nicht hinbekomme da auch meine Ausbildungsnoten nicht überragend waren. Kann nun 2 Monate vor der HQ sagen damit ich es nicht bereue und es mit einem gewissen Verzicht auf Freizeit schaffbar ist, gut sogar.


    Ich habe zuvor den ADA in Vollzeit gemacht, kann das nur empfehlen da man hier für sich selbst sieht ob die Schulbank für ca. 2 Jahre eine Möglichkeit für einen ist.


    Vergesse aber bei deiner Entscheidung nicht dein Umfeld - Frau, Freundin, Kind, Familie.....wie auch immer das bei dir aufgestellt ist wirst du für alle weniger Zeit haben, sowas muss definitiv vorher angesprochen werden nicht damit es während der Ausbildung dann Stress gibt.


    Grüße

  • Ich habe den Meister mit 28 in TZ angefangen und hatte seit der Ausbildung auch nur recht wenig mit meinem Beruf zutun. Zudem gab es Schwierigkeiten weil sich mein Arbeitgeber anfangs quer gestellt hat wegen meinen Schichten. Allen Zweifeln zum Trotz, habe ich mich dann einfach angemeldet und nehme mir für die Schultage in den Spätschichten Urlaub.


    Bei meinem Kurs war der AdA vor den eigentlichen Meisterkurs geschaltet. Das war ein sehr guter Lerneinstieg. Bisher bin ich gut mit dem Stoff zurecht gekommen, weil ich neben den Präsenztagen auch noch anderweitig Lernzeit einplane und zwar von Anfang an.


    Den Schulalltag kannst du nur bedingt mit alten Schulzeiten vergleichen, du bist dort schließlich freiwillig. Wenn du den Unterricht nicht störst, kannst du dich auch auf die Bank legen und schlafen. Das dürfte dem Dozenten herzlich egal sein.


    Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen, eine Weiterbildung zu machen, ist definitiv ein Gewinn für dich.

    :ada:


    März 2017

  • Danke für deinen Beitrag super Beitrag :)

    Inwiefern Vollzeit Ada? Wie lange dauert sowas? Kannst du mich da genauer informieren bitte?

    Also um November würde ich anfangen und lerne momentan so Mathe Basics...

  • Danke für deinen Beitrag :)


    Wo langen deiner Meinung eig die Schwierigkeiten? Wie läuft das mit Ada ab? Hast du da Informationen für mich?

  • Ich bin 28 und Federmacher, ich fange den IM im September an.

    Ich bin derzeit in einem Betrieb der 110%

    hinter mir steht.

    Und dieses Vertrauen wenn Leute auf dein Fachwissen setzen ist das non plus Ultra für dein Ego.

    Ich habe nach fast 10 Jahren in meinem Ausbildungsbetrieb wo man nur stetig der doofe Auszubildende ist und bleibt, die Schnauze voll gehabt und gekündigt.


    Jetzt im neuen Betrieb denn ich seit 2 Jahren angehöre. Kann ich meine Erfahrung weitergeben und dort steckt soviel Potenzial das ich mir sage. Hier will ich noch ein paar Jahre bleiben und mir was aufbauen, dieses Ziel unterstreiche ich im September mit den IM Metall.

    Ich habe Spaß bei der Arbeit und bei dem was ich mache.

    Wenn man mit Spaß und Willen dabei ist, schafft man alles wenn man will!!

  • Ich habe mit 41 angefangen.......schaffbar ist das alles, wenn man will.


    Schule 

    So schnell wie möglich eine Lerngruppe suchen. Brauchst Du später eh für ADA Schein & Mündliche.

    Ist ja auch nicht für jeden etwas, vor Fremden (IHK-Ausschuß) zu stehen.

    Selbst vor Bekannten & Freunden sich vorne hin zu stellen und den "Erklärbär" zu machen, fühlt sich schon fremd an, wenn man es nicht gewohnt ist. Also üben, üben, üben.....


    Welcher Art Lerntyp bist Du ? 

    Lesen, zuhören,schreiben...... das hat mir jedenfalls ungemein geholfen.

    Beispiele

    - Arbeit Hin & Rückfahrt hab ich mir Fach CD´s angehört, anstatt Musik.

    - Aufzeichnungen aus der Schule zu Hause nochmal sauber abgetippt.

    - Lernkarten erstellt war mein "Retter" für NTG. Def: wie Säure, Lauge, chem. Reaktion kanns du hinterher singen.

    Klar sieht deine Wohnung nicht zweckmäßig aus, aber es hilft, wenn selbst am Badezimmerspiegel die Dinger kleben.;(


    Übrigens

    Die Mehrheit derjenigen die abbrechen, geben pers. Gründe an, genau genommen alles unter einem Hut zu bekommen.

    Also Familie, Beruf, Schichtarbeit, Freunde & Kollegen, sollte man sich bewusst drüber sein, das gerade Letztgenannte zurück stecken müssen am WE. Aber "Hey", gute Freunde sind keine, wenn sie kein Verständnis für deine Situation aufbrigen. Party kannst Du dein ganzes Leben noch machen.

    :HQ:

    Mai 2014

    :ada: 

    September 2013

    :BQ:

    November 2013 & Mai 2014

  • Ich habe auch mit 40 meinen Meister angefangen . Es war nicht einfach, aber machbar. Mit Lerngruppen und Nachhilfe ist das machbar. Bei mir im Kurs waren die meisten so um die 26-29 Jahre.

    :ada: Mai`17


    :BQ:November`17


    :HQ:November`17



    :IM:

  • Wo langen deiner Meinung eig die Schwierigkeiten? Wie läuft das mit Ada ab? Hast du da Informationen für mich?

    Die größte Schwierigkeit bestand darin wieder ins "Lernen" reinzukommen. Der Stoff im AdA ist im Verhältnis zur BQ eher harmlos. Wir haben viel Gruppenarbeit gemacht und Vorträge ausgearbeitet. Du solltest dich jedoch relativ früh entscheiden ob du zur mündl. Prüfung eine Präsentation oder praktische Lernsituation machen möchtest.

    Bei der Prüfungsvorbereitung hat mir die App von Lars Reulecke sehr geholfen.

    :ada:


    März 2017

  • Welches sieht du als einfacher? Wobei ich denke das es von mensch zu mensch anders ist wie er mit fremden personen klar kommt oder?

    Also ich habe zur Prüfung die Unterweisung gewählt, weil ich nicht alles nur theoretisch durchspielen wollte. Bei der Unterweisung spielst du mit einem anderen Prüfling (aus welcher Branche auch immer) eine Lehrsituation durch. Ist auch immer davon abhängig wie "fähig" dein Mitprüfling ist. Du kannst bei der Methode aber viel besser auf die Person eingehen. Nachteil ist hier die Zeit, die ist mit 15min für alles, sehr knapp bemessen.


    Bei der Präsentation präsentierst du die gesamte Lehrsituation vor dem Prüfungsausschuss. Vorteilig ist hier, dass du die Präsentation quasi optimal auf die 15min zuschneiden kannst.


    Wie du selbst schon erkannt hast, ist das von Mensch zu Mensch unterschiedlich.

    :ada:


    März 2017


  • Das sollte vorher schon sitzen ---> Kompletter Schulstoff der Mathematik


    Gruss S.

  • Danke für deinen Beitrag super Beitrag :)

    Inwiefern Vollzeit Ada? Wie lange dauert sowas? Kannst du mich da genauer informieren bitte?

    Also um November würde ich anfangen und lerne momentan so Mathe Basics...

    Entschuldige, ich schau hier nicht jeden Tag rein.


    Also du kannst den Ausbilderschein entweder in Vollzeit eoder auch in der Abendschule nebenher absolvieren.

    Der Vollzeitlehrgang hat sich bei mir über 3 Wochen erstreckt, die zweite Woche war frei wodurch es 2 Wochen Schule waren. Der Teilzeitkurs hat sich knapp über 5Monate erstreckt.


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    Ich kann natülich nicht sagen auf welchen Stand du bist, jedoch kann ich sagen damit wir bei uns im Unterricht tatsächlich mit den Basics angefangen haben. Darüber war ich sicherlich nicht enttäuscht, verwundert trifft es aber schon.

    Insgesamt hatte ich mir meine Wissenslücken wesentlich schlimmer vorgestellt was auch daran liegen mag damit der Stoff nicht so schwer ist wie ich dachte. Das schwerste ist die Fülle an Informationen in der Kürze der Zeit.


    Aber hier hilft es frühzeitig mit alten Originalprüfungen zu lernen. Zum einen kann man daraus ableiten was man aufjedenfall lernen sollte und wo man sich mutig zur Lücke zeigen kann, besser wäre es natürlich keine zu haben;)

    Ich finde der Industriemeister ist nicht immer unbedingt ein Mehrwert, bei uns in der Firma konnte einige trotz Industriemeister nicht mehr erreichen als ein Facharbeiter


    Es ist immer ein Mehrwert, selbst wenn man es nicht schafft weil es bei NTG hakt oder wo auch immer. Man geht da niemals dümmer raus als man begonnen hat. Ich selbst wollte mir in 10-15Jahren nicht selbst vorhalten es nicht versucht zu haben.


    Wer aufhört sich verbessern zu wollen hat verloren.


    Und wenn du sagst damit bei dir in der Firma ein Industriemeister nicht mehr erricht hat als ein Facharbeiter dann widerspricht sich das schon im selben Satz. Vielleicht verdient er nicht mehr aber wer nicht nur aufs Geld schaut sieht genau wer mehr erreicht hat,beruflich versteht sich.