Neue Prüfungsordnung?

  • Nachdem ich mit 39 Punkten das Fachgespräch nicht bestanden habe sagte ein Prüfer, dass ich die Sachbearbeiterin in unserer IHK kontaktieren soll "wegen Veränderungen die in Kraft treten sollen, wir haben zu wenige Meister". Jetzt weiss ich nicht wie er das gemeint hat, ob er irgendwie lokal die Anzahl der Meister erhöhen kann oder erwartet man bald eine neue Prüfungsordnung?


    Früher, glaube ich, könnte man einen Teil bestehen auch wenn es nicht überall ausreichend war sondern auch wenn der Durchschnitt aller Punkte über 50% lag.


    Habt ihr irgend eine Ahnung was gekocht wird?

  • Hallo MeisterNr1029384756:

    das hat mit lokalen Veränderungen nichts zu tun. Das Thema das du als Beispiel gezeigt hast ist von 2009. Da war es noch möglich alle Unterlagen die du hast, mit zur Prüfung zu bringen. Ich glaube 2015 (oder so) wurde der Meister vereinheitlicht. Das bedeutet das in ganz Deutschland alle Meisterschüler (bis jetzt glaube ich Kunststoff und Metall) die selben Prüfungen zur selben Zeit schreiben. Und da wurde es auch wieder reglementiert, welche Hilfsmittel du mit zur Prüfung bringen darfst (was ich auch ziemlich Sinnvoll erachte)

    Was da am brodeln sein könnte und wie es früher einmal war, mit dem Ausgleichen kann ich dir leider auch nicht sagen.


    Viele Grüß:
    Michael

    :ada: Mai`17


    :BQ:November`17


    :HQ:November`17



    :IM:

  • Das weis ich jetzt nicht so genau, das einzige was uns gesagt wurde war, das beim Fachgespräch evtl die Präsentation wegfallen soll. So wie es glaube ich schon in der IHK Regensburg schon ist. Da wird kein Fachvortrag mehr gehalten, sondern 45min eine fröhliche Frage/Antwort Runde.

    Mehr kann ich darüber leider auch nichts sagen.

    :ada: Mai`17


    :BQ:November`17


    :HQ:November`17



    :IM:

  • Hallo,

    hatten wir doch schon einmal.

    Wurde dann als altmodisch bezeichnet und ohne Präsentation geht in der jetzigen Zeit nichts mehr.

    Nun soll es plötzlich wieder modern werden was vor nicht langer Zeit alter Käse war.

    Haben da welche vergessen mit welcher Begründung damals gemistet wurde, oder haben sie vielleicht die letzte Änderung noch nicht kapiert?

    Dann könnten wir auch zur alten mündlichen Prüfung zurückkehren.

    Sah so aus: 7 Prüfer 3 Prüflinge 90 Minuten, dann aber ohne mich.

    Gruß

  • Ich sehe da auch keinen großen Sinn drin. Eine Präsentation mit anschliessender Fragerunde hat meiner Meinung nach eine größere Aussagekraft.

    :ada:--> Februar 2016

    :BQ: --> Mai 2017

    :HQ: --> Mai 2018 / Fachgespräch Juli 21018

    :IM:

  • Ob nun mit oder ohne Präsentation, gilt es doch im Fachgespräch festzustellen, ob man in der Lage ist, Entscheidungen zu treffen, die sich in einem gesetzlichen, führungstechnischen, kostentechnisch vertretbaren, zeitlichen und fachlichen Rahmen befinden. Jeder angehende Industriemeister sollte an dieser Stelle erkennen, daß es hierbei um das "magische Dreieck/ Viereck" geht.

    Interessant ist die Bandbreite, die solch eine Ausbildung mit sich bringt und wir reden hier nicht nur über die offiziell gelehrten Themen!

    Im Moment befindet sich in meinen Bewerbungsanschreiben ein ganz entscheidender Satz und dies in meinem Alter;):

    "Dank dieser Ausbildung bin ich nun in der Lage, bereits gesammelte Führungserfahrung aus der Vergangenheit mit dem notwendigen Fachwissen zur Personalführung zu hinterlegen."

    Einfach mal nachdenken:

    - Wie soll man Führungskompetenz erfolgreich ausbilden?

    - Was sollte alles Bestandteil einer solchen Ausbildung sein?

    - Wie vermittelt man eine klar strukturierte Selbstorganisation (Ich erinnere nur an "Führen durch Vorbild")?

    - Warum sollte man nach einer nicht bestanden Prüfung einfach wieder aufstehen und sich der Konsequenz stellen?


    So und jetzt schauen wir doch mal in den Duden was wir zum Thema Meister bezogen auf unseren Bildungsstand finden:

    - Handwerker, der seine Ausbildung mit der Meisterprüfung abgeschlossen hat!

    - Könner auf seinem Gebiet, in seiner Kunst!

    - bewunderter, verehrter, als Vorbild angesehener Lehrer!


    Ist es an dieser Stelle nicht irrelevant, wie das Fachgespräch bzw. die Prüfungen dahingehend durchgeführt werden?!

    Fakt ist doch, egal wie geprüft wird, die Prüfung ist "meisterlich" abzulegen!


    Meine Fragen an dieser Stelle:

    Möchte ich von einer Führungskraft geführt werden, die seine eigene abgelegte Prüfung in Frage stellt?

    Sind 50% wirklich genug, um "MEISTERlich" zu führen?


    Leute, ich bitte Euch, Ihr werdet die Führungskräfte von morgen. Ihr wollt in Zukunft weitere Führungskräfte fordern und fördern.

    Wo würdet ihr den Prüfungsmaßstab in Zukunft ansetzen? Gibt es an dieser Stelle überhaupt einen Nährboden für die Gerüchteküche in Sachen neue Prüfungsordnung? Möchtet Ihr zukünftigen Meisterschülern sagen müssen: "Also meine Prüfung war schwerer oder leichter"?


    Ich könnte an dieser Stelle noch viel weiter ausholen. Aber ich beende dies an dieser Stelle mit folgender Aussage:

    "Ich werde Meister, weil ich es kann, weil ich es will, weil ich mein Wissen weitergeben möchte und...

    ...auch weil ich das passende Geld haben möchte, weil ich bereit bin, diese Verantwortung zu übernehmen!"

    :IM: Juli 2018

  • Dann hattest du bestimmt so um die 90+ Punkte. Meisterlich müsste immer Note 1 bedeuten um wirklich so überzeugend zu wirken wie Du es verlangst.


    Dann müsste auch der Präsident königlich wirken, weil er den Posten des Königs übernommen hat, er ist aber nur ein Tourist.

  • Zitat

    Sind 50% wirklich genug, um "MEISTERlich" zu führen?

    Nenne doch dein Ergebnnis? Aber letzendlich können wir das auch nicht nachprüfen.


    Und was sagt dieser Zahlenwert aus? Sagt der wirklich aus das man "meisterlich führen" kann? Da gehört mehr dazu wie das Papier. Es heißt nicht das jemand mit 50% ein schlechter Meister ist genauso wenig wie jemand mit 90% ein guter Meister sein muss.


    Wie sagt noch ein Berufsschullehrer aus meiner ersten Ausbildung (ausgebildeter Meister und Techniker) in einem anspruchsvollen technischen Fach:


    "Ich mag die 1er Schüler eigentlich gar nicht, mir sind die 2er oder sogar die 3er Schüler lieber, weil die meistens den Stoff verstanden haben und nicht nur auswendig lernen".


    Natürlich sollte es nie da Ziel sein das Minimum zu erreichen, aber so Zahlenwerte sagen da nicht saus.

    IM Elektrotechnik Teilzeit (Samstag) Start November 2017 "Der Weg ist das Ziel!"


    :ada:03/18

  • Die Noten sind völlig latte. Bis auf ein paar Dinge lernt man da nur unwichtigen Kram. Wichtig ist nicht der Inhalt, den man lernt, sondern die Kompetenzen, die einem im Meisterkurs vermittelt werden bzw. die man sich erarbeitet. Führungskompetenz lernt man dort allerdings nicht.


    Ich hatte schon Personalverantwortung übernommen da habe ich noch nicht mal dran gedacht Meister zu werden. Führungskompetenz lernt man als Allerletztes im Meisterkurs.


    Ich habe für die Prüfungen nie wirklich gelernt. Den Kram brauche ich sowieso nicht mehr. Das, was ich brauche, konnte ich auch schon vorher. Für die Basisqualifikation habe ich einen Monat vor dem Prüfungen angefangen zu lernen. Aber nicht jeden Tag. Vor der HQ habe ich insgesamt 6h gelernt und für das Fachgespräch 2h. Ich habe alle Prüfungen auf Anhieb bestanden. Ich habe den Kurs sogar verkürzt.


    Ob ich jetzt 68% oder 99% habe ist mir völlig egal. Ich brauche nur das Zertifikat.

    :ada:--> Februar 2016

    :BQ: --> Mai 2017

    :HQ: --> Mai 2018 / Fachgespräch Juli 21018

    :IM:

  • Kompromisse zu suchen ist vielleicht nicht jedermanns Sache, es macht aber einen ganzen Meister aus. Die Abwägung von Interessen des Unternehmens und der Beschäftigten und sie miteinander einbinden ist die ganze Kunst. Das kann man machen, man kann aber auch mehr als das, jedoch ist man danach vielleicht nicht mehr Meister.