Zulassungsvoraussetzungen nicht gegeben - Erfahrungen?

  • Moin moin!


    Hat hier jemand Erfahrung damit, wie weiter verfahren werden kann, wenn die IHK die Zulassungsvoraussetzungen für nicht erfüllt hält?

    Wohin kann man sich wenden, gibt es eine Schiedsstelle oder eine Möglichkeit Widerspruch einzulegen?


    VG

    Chaos

    Das Geheimnis des Erfolgs ist, den Standpunkt des anderen zu verstehen.

    Henry Ford

  • Warum sollen die die Vorrausetzungen nicht gegeben sein?


    Widerspruch kann man eventuell einlegen, aber wenn die Vorrausetzungen nicht da sind dann sind sie nicht da.


    Aber heutzugae ist es ja mode sich überall einzklagen

    :ada:03/18, :BQ:11/18

  • Konkret geht es um die Zulassung zur Prüfung IM Chemie mit Berufsausbildung als Pharmakant und 9 Jahren Berufserfahrung.

    Bisherige Begründung der Ablehnung ist, dass Berufsausbildung bzw. bisherige Berufspraxis nicht der gefoderten Berufspraxis in einem Industriebestrieb der Chemieindustrie entsprechen.

    Das Geheimnis des Erfolgs ist, den Standpunkt des anderen zu verstehen.

    Henry Ford

  • Pharmakanten haben mit Apotheken nix zu tun, in Apotheken arbeiten PTA und PKA*G

    Pharmakanten sind Spezialisten für industrielle Medikamentenfertigung mittels unterschiedlichster Techniken und ich habe mein gesamtes Berufsleben in der Industrie verbracht.

    Eben deswegen verstehe ichs halt nich und dachte, vielleicht hat hier jemand ähnliche Erfahrungen und eine Idee, woran es liegt.

    Das Geheimnis des Erfolgs ist, den Standpunkt des anderen zu verstehen.

    Henry Ford

  • Wie genau sieht denn dein Nachweis über deine einschlägige Berufspraxis aus?? Ist der Nachweis von deinem Arbeitgeber sehr detailliert und lässt Schlüsse auf einen eindeutigen Chemiebezug zu? Ich kann mir vorstellen, dass die Kammer sich mal die Inhalte der Verordnung angesehen hat und da im industriellen Umfeld wohl andere Dinge als im medizinischen Bereich zum Tragen kommen.


    Alles drum herum nützt aber nichts - hast du einen schriftlichen Ablehnungsbescheid über die Zulassung?


    Um welche Kammer handelt es sich? Hat der Prüfungsausschuss über die Zulassung entschieden? Das sind alles Dinge, die zu klären wären.

  • Arbeitszeugnisse mit detaillierter Auflistung als Nachweis und ich arbeite nicht im medizinischen Bereich, sondern in der pharmazeutischen Industrie. Edit: Vielleicht missverstehe ich @PSB bezüglich medizinischer Bereich auch, aber ich arbeite in keiner Apotheke oder sowas.

    Die Prüfungsordnung gibt keine Hinweise, was konkret nicht ausreicht oder gefordert ist, ebensowenig wie der schriftliche Bescheid seitens des Prüfungsausschusses.

    Die konkrete Kammer würde ich vorziehen zunächst nicht zu nennen, da ich Unvoreingenommenheit vorziehe und auch keine üble Nachrede oder ähnliches betreiben will, sondern Erfahrungsaustausch suche, unabhängig von der konkreten Kammer.

    Das Geheimnis des Erfolgs ist, den Standpunkt des anderen zu verstehen.

    Henry Ford

  • Naja, aber das gerade ist für mich nicht nachvollziehbar, denn eben diese IHK hat bereits 2 meiner Kollegen mit der selben Ausbildung und zum Teil weniger Berufserfahrung, aber ebenso "nur" pharmzeutische Industrie zur Prüfung zugelassen.

    Das Geheimnis des Erfolgs ist, den Standpunkt des anderen zu verstehen.

    Henry Ford

  • In so einem speziellen Fall wird dir nur diejenige IHK weiterhelfen können.


    Arbeiten die Kollegen denn im selben Unternehmen?


    Ansonsten würde mir nur einfallen mal um einen Termin zu bitten und das ganze in einem persönlichen Gespräch zu klären.

    :ada:03/18, :BQ:11/18

  • So ist es, Kronoks, selbes Unternehmen, selbe Abteilung, selbe Aufgaben.

    Deswegen für mich nicht nachvollziehbar und da ich auf meine Fragen auch telefonisch keine Antworten bekomme, außer dass das Entscheidung des Prüfungsausschuss ist, versuche ich irgendwie draus schlau zu werden.

    Das Geheimnis des Erfolgs ist, den Standpunkt des anderen zu verstehen.

    Henry Ford

  • Mal eben rumfahren funktioniert für mich nicht, das sind pro Strecke 300km:D

    Aber da ich schriftlich genauso wie telefonisch keine substanziell verwertbaren Aussagen bekommen habe, ist es eine schwierige Situation.

    Da ich jetzt für mich aber einen Weg gefunden habe, damit umzugehen und hoffentlich das Problem zu lösen, danke ich euch für euren Input und drücke mir die Daumen8o

    Das Geheimnis des Erfolgs ist, den Standpunkt des anderen zu verstehen.

    Henry Ford

  • Zitat

    Aber da ich schriftlich genauso wie telefonisch keine substanziell verwertbaren Aussagen bekommen habe


    Telefonisch läßt sich heute eh niemand mehr zu belastbaren Aussagen hinreißen (schon gar nicht der öD) und schriftlich ist jemand schnell abgewimmelt.


    Ich weiß es nicht immer einfach aber im öD muß man auch mal freundlich aber bestimmt sein und auch persönlich vorbeikommen.


    Letzendlich besteht ja auch die Möglichkeit das jemand einen Fehler gemacht hat.

    :ada:03/18, :BQ:11/18

  • Telefonisch eine verbindliche Auskunft zu geben ist auch mehr als ungeschickt. Ohnen Dokumente keine Aussage.


    Freundlichkeit haben viele Kammermitarbeiter leider nicht. Aber das wird sich mit neuen Mitarbeitern über die Zeit auch ändern.


    Die Tipps der anderen werden schon helfen. Ausführliche Dokumente zu einem persönlichen Gespräch in der IHK mitnehmen und dann sollte das klappen.

  • Und der gefundene Weg sieht wie aus?

    Sobald ich ein Ergebnis habe, werde ichs hier kund tun und auch, was mein Plan ist, aber solangs noch heiße Luft is, will ichs net verhexen^^

    Und zu der telefonischen Verbindlichkeit, die sollte möglich sein, wenn denen die Unterlagen vorliegen.


    Und 300km sind auch nix wenn es um die Zukunft geht. Bin ich 3 Jahre lang jedes We gefahren und manchmal sogar mittwochs

    Das sehe ich ein wenig anders, wenn alle Unterlagen vorliege und deren Prozess ja nicht auf persönliches Erscheinen ausgerichtet ist, dann sollte das nicht erfoderlich sein, um belastbare Antworten zu bekommen.

    Abgesehen davon habe ich einen Arbeitsplatz, der schon telefonisch kaum mit IHK-Öffnungszeiten in Einklang zu bringen ist;)

    Das Geheimnis des Erfolgs ist, den Standpunkt des anderen zu verstehen.

    Henry Ford

  • Dass die Unterlagen der IHK vorliegen, habe ich aus deinem Text nicht entnehmen können.


    Dann sollen die dir das schriftlich als Bescheid geben und dann kannst du ins Widerspruchsverfahren gehen.


    Und für einen persönlichen Termin - wenn es denn einen gäbe - sollte man sich dann vielleicht einen Tag Urlaub gönnen, denn das sehe ich dann so wie Kronoks.


    Viel Erfolg

  • Soo, nach langer Zeit wollte ich hier zumindest nochmal das Endergebnis mit euch teilen und wie sich die ganze Situation entwickelt hat, auch um anderen, die eventuell einer ähnlichen Situation ins Auge sehen, Hilfestellung zu geben:


    Letzter hier dokumentierter Stand Ende Oktober war ja, dass die ansich aufgrund des gewählten Vorkuses zuständige IHK mich als Pharmakant nicht für die Prüfung zum IM Chemie zulassen wollte.

    Ich habe dann Widerspruch eingelegt, der entsprechende Prüfungsausschuss hat mich wiederum abgelehnt, daraufhin habe ich mit Klage auf dem verwaltungsrechtlichen Wege gedroht und plötzlich bekam ich eine Zulassung durch die IHK unter dem Vorbehalt, dass ich jeglichen Misserfolg selbst zu verantworten hätte, allerdings erst als mein Vorkurs bereits begonnen hatte.


    Da mein Vorkurs aber bereits Mitte November beginnen sollte und ich bereits Unterkunft und Kurs bestellt hatte, sah ich Ende Oktober mich also ohne IHK Prüfung nach Hause gehen und war dementsprechend verzweifelt.

    Daraufhin habe ich mich genau belesen, welche Zuständigkeiten sich für die IHK bezüglich Prüfung ergeben und dabei für mich zunächst leider nachteiliges herausgefunden:

    Zuständig mich zur Prüfung zuzulassen ist entweder diejenige IHK am Wohnort (die in meinem Fall die entsprechende Prüfung gar nicht anbietet), die IHK am Arbeitsort (bei mir identisch zum Wohnort) oder die IHK am Kursort, welche mich ja bereits mehrfach abgelehnt hatte.


    Ich saß da also mit dem Salat und war am Ende, da ich bereits im Vorhinein massive Schwierigkeiten hatte, das ganze bei meinem Arbeitgeber ins Rollen zu bringen und dafür Jahre investieren musste und nun auch noch das!

    Also dachte ich, ich habe nichts zu verlieren und habe ein Anschreiben aufgesetzt, in dem ich meine Situation geschildert habe, meine Nachweise und die Ablehnungsbescheide beigefügt habe und habe diese Unterlagen an zwei weitere IHK´s in meiner Nähe geschickt und einfach gehofft, dass ich dort auf offene Ohren stoße.


    Das Ergebnis war ein sehr freundlicher, positiver Anruf einer Dame von der IHK (meine Meistermacherin ;o)), die kein Problem darin sah, mich dort zur Prüfung zuzulassen und die sehr angetan war, dass ich mein Glück versucht hatte, so dass ich mich dort sofort zur Prüfung anmeldete.


    Von der zweiten angeschriebenen IHK bekam ich ebenfalls Rückmeldung, dass sie mich zulassen würden, wenn ich eine Bescheinigung der ablehnenden IHK vorlegen würde, dass diese mich definitiv nicht prüft.

    Da ich zu diesem Zeitpunkt bereits glücklich angemeldet war, war dies dann nicht mehr nötig.


    Der Besuch des Vorkurses (in Vollzeit) war dann eine anstrengende Kiste, aber letzten Endes konnte ich im März meine BQ und HQ erfolgreich hinter mich bringen und habe jetzt auch das Fachgespräch gut überstanden.


    Als Fazit würde ich also sagen, sei ehrlich zu dir selbst, ob es realistisch ist, dein Ziel mit den von Dir gewählten Mitteln zu erreichen und ob deine Qualifikationen objektiv den Erfordernissen entsprechen können.

    Informiere Dich über die Gegebenheiten und Regelungen und wirf nicht gleich die Flinte ins Korn.


    :IMM:

    Das Geheimnis des Erfolgs ist, den Standpunkt des anderen zu verstehen.

    Henry Ford

  • Da hattest du aber ehrlich gesagt Glück, dass dich überhaupt eine andere Kammer genommen hat.


    Es wäre rechtlich nämlich so gewesen, dass dich keine Kammer hätte aufnehmen dürfen aufgrund der abgelehnten Zulassung. Diese wäre dort zu erstreiten gewesen.


    Diejenige Kammer, die man als erstes wählt, ist und bleibt immer für dich zuständig. Ein Wechsel aus deinem Sachverhalt ist nicht möglich.


    Daher Gratulation zum Abschluss und zu so viel Unwissenheit seitens der betreffenden Mitarbeiter.