Wieso habt ihr euch für den Meister entschieden und nicht für den Techniker?

  • Servus zusammen,


    mich würde mal interessieren warum ihr euch letztendlich für die Weiterbildung zum Meister entschieden habt und nicht für die zum Techniker? :)


    Was waren eure Beweggründe zur Wahl Meisterweiterbildung statt zum Techniker :/

    • 1Jahr kürzer in Teilzeit
    • Meister ist meist genauso angesehen
    • Die Person zählt, und nicht der Titel den man trägt, beide Titel sind eine Art Eintrittskarte für höhere Positionen.
    • Der Samstag Kurs in meiner Stadt stattfand
    • Meine Vorstellung, von meinem zukünftigen Aufgabengebiet dem Meister eher trifft

    ada.gif 10/2015


    :BQ:12/2016


    :HQ: 07/2018

    :IM: 07 /2018

  • HI


    ich mache den Meister, weil das Unternehmen genau den für die Schichtleitung vorschreibt. Wir bekommen auch deshalb alles in Vollzeit bezahlt.

    Also mit dem Techniker könnte ich nicht viel anfangen, oder müsste das Unternehmen wechseln.

  • Ich hab mich nach einem ausführlichen Beratungsgespräch mit der netten Dame von der IHK Bamberg für die Weiterbildung zum Meister entschieden. Da er mir zu dem Zeitpunkt für meinen weiter beruflichen Weg passender und Umfangreicher erschien.


    Ursprünglich wollte ich den Industriemeister Fachrichtung Betonsteinindustrie machen aber dieser wird bei unserer IHK nicht angeboten. Nach meinen aktuellen Wissensstand wird er nur von der IHK Ulm angeboten. Aufgrund meiner Ausbildung zum Verfahrensmechaniker lag dann die Entscheidung zum Industriemeister Metall dann am nähsten.

  • Habe ein Stipendium von der sbb (Stiftung berufliche Bildung) über die IHK in der ich zur Ausbildung geprüft wurde, bekommen.

    Da im Unternehmen keine Stelle in Aussicht ist bzw. ich das für mich zur Weiterbildung mache, kam nur der IM Chemie (gelernte Chemielaborantin) als Fernkurs in Frage, da das Stipendium für 3 Jahre von 1.1.2018 an gezahlt wird und ich für selber zahlen zu geizig bin.


    Teilzeitkurs des Technikers mit 3 mal wöchentlicher Anwesenheit wäre persönlich nicht planbar gewesen.

    Fernkurs IM Chemie Start 10/18 - BQ 03/19 - HQ 10/20 - AdA noch nicht begonnen

  • Der Zeitlich Aspekt hat eine große Rolle gespielt, mit 38 und 4 Kindern wäre der Techniker zu Zeitaufwändig + meine Beruflische Zukunft bei unserer Firma ist mit dem Meister besser abgedeckt.

  • Eigentlich recht einfach:


    - 4 Jahre Teilzeit wäre mir zu lang gewesen, zudem gab es nur Technikerschulen mit unter der Woche und das war beruflich nicht möglich

    - Vollzeittechniker finanziell nicht möglich

    - Persönlich seh ich den Techniker als schwieriger an

    - Kenne ich viele Techniker die abgebrochen haben, oder nicht als solcher arbeiten

    :ada:03/18, :BQ:11/18

  • In Schleswig-Holstein ist die Chemiebranche nur mäßig vertreten, wenn ich den Chemietechniker machen würde, würde ich den Schwerpunkt auf die Chemie legen und damit meine Jobchancen noch verringern. Durch den IM Chemie lerne ich noch mehr zu BWL, Recht und Personalführung und eröffne mir damit auch hoffentlich neue Chancen außerhalb der Chemiebranche. Und der Techniker dauert auf Vollzeit 2 Jahre, der IM nur 4 Monate.

  • Hallo,


    also mir ging es auch so das ich Ü 40 bin und Familie habe, der Aufwand für den Techniker war einfach zu groß und deshalb habe ich mich für den Meister entschieden. Sollte nach dem bestehen der HQ bei mir noch Lust auf eine weitere Fortbildung bestehen, dann werde ich ich mir noch überlegen den Technischen Betriebswirt zu machen.

  • Moin,


    Ich habe mich ebenfalls für den Meister entschieden, da er neben der Schicht rein zeitlich gesehen einfacher zu bewerkstelligen ist. Es ist halt ein unterschied ob man vier Jahre dreimal die Woche Abends oder nur einmal die Woche Samstags zum Lehrgang muss.


    Außerdem ist es ohne Unterstützung der Firma nahezu unmöglich auf die geforderten 70% Anwesenheit zu kommen.

  • Bei mir war es eigentlich ganz Banal,

    ich bin von Herzen Schlosser, heißt ein reiner Büro Job würde nicht in Frage kommen für mich.

    Techniker wäre ein reiner Bürojob bei uns, Meister je nach Position zwischen ca 50/50 als Fachmeister und als Teamleiter 100% Büro.

    Da war die Entscheidung soweit klar.

  • Ich hab mich aus oben genannten Gründen für den Meister entscheiden. Finde aber den Techniker besser und viel viel hochwertiger(Achtung meine Meinung). Deswegen mache ich jetzt auch ein Studium zum Wirtschaftsingenieur und schließe das Thema endlich ab. Ich arbeite aber als Meister mit einem Techniker zusammen im Büro und machen das selbe für das selbe Gehalt... geht also auch.

  • Ich besetze bereits seit Jahren eine Meisterstelle und möchte dies nur mit dem Titel untermauern. Gerade diese Themen sind gefragt, also Personalplanung, usw. tiefgreifende Technik steht da gar nicht im Vordergrund

  • Ich bin auch schon über 40 und bin bei uns in der Firma als Teamleiter mittlerweile macht mir das so viel Spaß das ich probieren möchte ob ich irgendwo noch die Möglichkeit bekomme mich als Meister zu beweisen.

  • Bin relativ Jung, bei mir waren die zwei statt vier Jahre Teilzeit entscheidend. Im Nachhinein war es nicht die klügste Art und Weise zu entscheiden, aber ich bereue es nicht da mich die Themengebiete auch persönlich sehr interessieren (vor allem BWL).

  • Ich habe mich vorher bei der IHK informiert und mir wurde die Frage gestellt, ob ich mich in Zukunft eher als Speziallist sehe oder eher als personalleitende Kraft. Das war eine Richtungsweisende Frage!


    Ich habe dort viele Fragen beantwortet, die am Ende von einer netten Dame ausgewertet wurden. Sie legte mir anschließend 2 Mappen vor, eine war vom Industriemeister.


    Grundsätzlich kann man also sagen, sagte mir die Personalführung mehr zu, als den Schwerpunkt auf das erweitern der Fachkenntnisse zu legen.

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  • Ist schonmal eine gute Sache, aber was wäre denn die Alternative in der zweiten Mappe gewesen?

    Ich bin mir nicht mehr sicher, sonst hätte ich es aufgeführt. Ich glaube in Richtung Fachwirt... Jedenfalls war es abwegiger, da ich in der produzierenden Industrie arbeite und mit dem Meister näher an der Praxis bleibe.

  • Guten Tag zusammen,


    Als ich damals vor dieser Frage stand, fragte ich mich wo ich mich, was mir mehr Spaß macht und was ich lernen wollte.


    Der Techniker und der Industriemeister werden zwar oft verglichen, sind aber eigentlich nicht vergleichbar.


    Der Techniker erlernt ein sehr viel tieferes FACHWISSEN. Er ist ein sehr guter Fachmann mit einem großen theoretischen Hintergrund.


    Der Meister hingegen kommt aus der Praxis. Er ist mit der Personalführung vertraut und besitzt ein Wissen über betriebswirtschaftliche Zusammenhänge.


    Mittlerweile werden in Betrieben Positionen mit Führungsaufgaben auch an Techniker vergeben, welches aber meist (aus eigener Erfahrung) eine Fehlbesetzung ist da der Techniker einfach nicht als Führungsperson ausgebildet wird. Der Meister hingegen schon.


    Die Frage die man sich stellen sollte ist, möchtest du ein sehr guter Fachmann sein mit einem sehr großen theoretischen Wissen, oder, willst du eine Führungskraft werden die sich Mitarbeitern und betriebswirtschaftlichen Problemstellungen auseinandersetzen darf.


    Beide Fortbildungen haben ihren Sinn und Zweck und ich, als Industriemeister Elektrotechnik und technischer Betriebswirt, würde nicht sagen dass eine besser ist als die andere. Sie sind anders und nicht vergleichbar.


    Einen schönen Tag und viel Erfolg