Zulassung zur Prüfung IMC als CTA

  • Hallo Zusammen,


    ich habe gerade ein Schreiben von der IHK bekommen, dass sie für meine Prüfungszulassung einen "aktuellen detaillierten Tätigkeitsnachweis mit Tätigkeitsbeschreibung zum Nachweis der geforderten Berufspraxis" fordern.

    Ich habe bereits ein Schreiben von meinem Arbeitgeber gesendet, dass bestätigt, dass ich seit zwei Jahren als Laborantin dort arbeite. Davor habe ich bereits 1 Jahr als Laborantin bei einer anderen Firma gearbeitet und da das Arbeitszeugnis der IHK zukommen lassen.

    Ich frage mich, warum die Berufspraxis bei meinem neuen Arbeitgeber relevant ist. Ich dachte, dass ich nur ein Jahr Berufspraxis nachweisen muss. Das habe ich mit meinem alten Arbeitgeber. Daraufhin hab ich mir nochmal im Internet schlau gemacht.

    Zum Thema Prüfungszulassung finde ich folgende Informationen auf der IHK Hannover Website:


    Zur Prüfung im Prüfungsteil Fachrichtungsübergreifende Basisqualifikationen ist zuzulassen, wer Folgendes nachweist:

    • eine mit Erfolg abgelegte Abschlussprüfung in einem anerkannten Ausbildungsberuf, der den Chemieberufen zugeordnet werden kann (Chemikant, Chemielaborant, Chemielaborjungwerker) oder

    • eine mit Erfolg abgelegte Abschlußprüfung in einem sonstigen anerkannten Ausbildungsberuf und danach eine mindestens einjährige, einschlägige Berufspraxis oder

    • eine mindestens vierjährige, einschlägige Berufspraxis.

    Zur Prüfung im Prüfungsteil Handlungsspezifische Qualifikationen ist zuzulassen, wer folgendes nachweist:

    • das Ablegen der Prüfung Fachrichtungsübergreifende Basisqualifikationen, das nicht länger als fünf Jahre zurückliegt, und
    • zu den o.a. genannten Praxiszeiten mindestens ein weiteres Jahr einschlägige Berufspraxis.

    Berufspraxis soll wesentliche Bezüge zu den Aufgaben eines Industriemeisters der Chemieindustrie haben. Der Erwerb der berufs- und arbeitspädagogischer Kenntnisse gemäß der Ausbilder-Eignungsverordnung ist vor Beginn der letzten Prüfungsleistung zu erbringen.



    Jetzt bin ich etwas verwirrt.

    1. Zählt die CTA Ausbildung zu einem anerkannten Ausbildungsberuf, der den Chemieberufen zugeordnet werden kann? Denn in Klammern ist dieser nicht aufgelistet.

    2. Was bedeutet, dass die Berufspraxis Bezüge zu den Aufgaben eines IM aufweisen muss? Diese Berufspraxis kann ich gar nicht in meiner aktuellen Position sammeln.


    Ich mache mir gerade echt Sorgen, dass ich nicht zur Prüfung zugelassen werden. Denn als Laborantin habe ich nicht wirklich Bezüge zu den Aufgaben eines IM.

    Ich werde natürlich morgen bei der IHK anrufen und nachfragen. Kann mich vielleicht heute Abend schon einer beruhigen?


    Liebe Grüße Kerrin

    t2tz13t2tz13t2tz13t2tz13t2tz13

  • Die brauchst für die HQ ein weiteres Jahr Berufspraxis, oder insgesamt 2 Jahre. Ich hatte 3 Jahre bei der Anmeldung und hatte gleich die Anforderungen für HQ/BQ erfüllt, was die Zeiten angeht.


    Zitat

    2. Was bedeutet, dass die Berufspraxis Bezüge zu den Aufgaben eines IM aufweisen muss? Diese Berufspraxis kann ich gar nicht in meiner aktuellen Position sammeln.

    Ich denke das werden die wenigesten haben. Viele arbeiten ja als Fräser und machen den IM Metall, ich denke da geht es um die Tätigkeiten der fahclichen Seite.


    Zitat

    1. Zählt die CTA Ausbildung zu einem anerkannten Ausbildungsberuf, der den Chemieberufen zugeordnet werden kann? Denn in Klammern ist dieser nicht aufgelistet.CTA ist ein schulischer Ausbildungsberuf an einer BFS. Die IHK listet selten solche Berufe auf, sondern nur die IHK Ausbildungen.


    Ob du damit zugelassen wirst, kann dir nur belastbar die zuständige IHK beantworten. Hier wirst du nur Mutmaßungen erhalten.


    Ich will keine unnötige Angst machen

    aber die Agentur listet für den CTA unter Weiterbildungen den IMC nicht auf:


    https://berufenet.arbeitsagent…egsweiterbildung&dkz=5793



    Im Gegensatz zum Chemielaborant


    https://berufenet.arbeitsagent…&such=Chemielaborant%2Fin


    Aber die IHK kann das zu 100% beantworten

    :ada:03/18, :BQ:11/18

  • Ich habe mich damals im Internet schlau gemacht, wie man sich als CTA weiterbilden kann und bin so auf den IMC gestoßen. Bei meiner IHK vor Ort habe ich mich auch telefonisch informiert, ob ich die Zulassungsvoraussetzungen erfülle. Die sahen da keine Probleme. Den Antrag habe ich aber bei der IHK Hannover gestellt.


    Wahrscheinlich braucht die IHK einfach eine Stellenbeschreibung und nicht nur ein kurzes Bestätigungsschreiben und ich mache mir hoffentlich umsonst sorgen.

    t2tz13t2tz13t2tz13t2tz13t2tz13

  • Und warum machst du die Prüfung nicht vor deiner IHK, die da keine Probleme sieht?


    Du brauchst auf jeden Fall eine Arbeitsbescheinigung mit detaillierten Beschreibungen der Arbeitsinhalte.


    Eine Bescheinigung wo drin steht, dass du dort seit XY als YX arbeitest, reicht nicht aus.

  • Wenn du da aber kammerseitig mit der Zulassung Probleme hast, geh zu der anderen Kammer und mach da die Prüfung. So gern du die Prüfung mit den anderen zusammen machen willst, aber im Zweifel kannst du sie dann dort nicht machen, wenn die sich in Hannover so anstellen.

  • Nach einem Telefonat mit meiner Sachbearbeiterin hat sich herausgestellt, dass sie aufgrund des Firmennamens gedacht hat, dass ich in der Pharmazie arbeite und nicht in der chemischen Industrie. Sie hat nach einem Zwischenzeugnis verlangt, wo meine Aufgaben genau definiert sind und der chemischen Industrie zugeordnet werden können.


    Nach der Prüfung der Unterlagen kommt denn hoffentlich die Prüfungszulassung.


    Sie hat die Unterlagen geprüft und da es eine schulische Ausbildung ist, muss ich 2 Jahre Berufspraxis haben.

    Also an alle zukünftigen CTAs, die gerne den IMC machen wollen:


    2 Jahre Berufspraxis in einer chemischen Industrie sind vor Abschluss der HQ Prüfung nötig.


    Trotzdem vielen Dank für die schnelle Antwort gestern Abend

    t2tz13t2tz13t2tz13t2tz13t2tz13

  • Hallo,


    ich bin ebenfalls CTA und hatte keinerlei Nachfragen bei der Zulassung zur BQ-Prüfung, hab die jetzt dann Anfang Oktober.

    Ich wurde weder nach Arbeitserfahrung oder sonst was gefragt.

    Wenn da Arbeitserfahrung erforderlich ist, sind die wohl aufgrund meines Alters davon ausgegangen das ich die habe... gefragt hat zumindest keiner.

    Mit mir machen auch 2 Milchwirtschaftliche Laboranten die Ausbildung die in einer Molkerei arbeiten - aber auch da hat niemand etwas beanstandet.


    Gruß Dhana

    :ada:August 2019

  • Ich habe bei der IHK Augsburg, München und Regensburg damals nachgefragt, als ich mich erkundigt habe wo ich die Ausbildung machen kann. Wohnortmässig liege ich genau dazwischen. Keine der IHKs sah da ein Problem - bei jeder hätte ich die Zugangsvorrausetzung gehabt.

    Und keine wollte von mir einen Nachweis wie lange ich in dem Beruf gearbeitet habe. Ausbildung als CTA war ausreichend.

    :ada:August 2019

  • Ich habe bei der IHK Augsburg, München und Regensburg damals nachgefragt, als ich mich erkundigt habe wo ich die Ausbildung machen kann. Wohnortmässig liege ich genau dazwischen. Keine der IHKs sah da ein Problem - bei jeder hätte ich die Zugangsvorrausetzung gehabt.

    Und keine wollte von mir einen Nachweis wie lange ich in dem Beruf gearbeitet habe. Ausbildung als CTA war ausreichend.

    Dann machen die alle grundsätzlich etwas falsch, danke für die Bestätigung.

  • Zitat

    Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Abschluss Geprüfter Industriemeister/Geprüfte Industriemeisterin - Fachrichtung Chemie
    § 3 Zulassungsvoraussetzungen

    (1) Zur Prüfung im Prüfungsteil "Fachrichtungsübergreifende Basisqualifikationen" ist zuzulassen, wer Folgendes nachweist: 1.eine mit Erfolg abgelegte Abschlussprüfung in einem anerkannten Ausbildungsberuf, der den Chemieberufen zugeordnet werden kann, oder
    2.eine mit Erfolg abgelegte Abschlussprüfung in einem sonstigen anerkannten Ausbildungsberuf und danach eine mindestens einjährige Berufspraxis oder
    3.eine mindestens vierjährige Berufspraxis.

    (2) Zur Prüfung im Prüfungsteil "Handlungsspezifische Qualifikationen" ist zuzulassen, wer Folgendes nachweist: 1.das Ablegen des Prüfungsteils "Fachrichtungsübergreifende Basisqualifikationen", das nicht länger als fünf Jahre zurückliegt, und
    2.in den in Absatz 1 Nr. 1 bis 3 genannten Fällen zu den dort genannten Praxiszeiten mindestens ein weiteres Jahr Berufspraxis.

    (3) Die Berufspraxis gemäß den Absätzen 1 und 2 soll wesentliche Bezüge zu den Aufgaben eines Geprüften Industriemeisters/einer Geprüften Industriemeisterin - Fachrichtung Chemie gemäß § 1 Abs. 3 haben.
    (4) Abweichend von den in den Absätzen 1 und 2 Nr. 2 genannten Voraussetzungen kann zur Prüfung auch zugelassen werden, wer durch Vorlage von Zeugnissen oder auf andere Weise glaubhaft macht, berufspraktische Qualifikationen erworben zu haben, die die Zulassung zur Prüfung rechtfertigen.

    CTA ist eine anerkannter Ausbildungsberuf in dem man eine staatliche Abschlussprüfung ablegt, das der Chemisch-technische Assistent eindeutig den Chemieberufen zugeordnet werden kann, ist denke ich auch nicht bestritten.

    Wo steht denn da, das man Berufserfahrung braucht?

    :ada:August 2019

  • Die Sachbearbeiterin hat mir das so erklärt:

    Also die CTA Ausbildung ist eine schulische Ausbildung über zwei Jahre. Der Chemielaborant ist ja Minimum 3 Jahre, daher brauch man noch ein Jahr Berufserfahrung als CTA. Das fällt denn unter dem Punkt:

    2.eine mit Erfolg abgelegte Abschlussprüfung in einem sonstigen anerkannten Ausbildungsberuf und danach eine mindestens einjährige Berufspraxis


    Dadurch brauch man für die BQ 1 Jahr Berufserfahrung und für die HQ ein zusätzliches Jahr, also insgesamt 2 Jahre.

    t2tz13t2tz13t2tz13t2tz13t2tz13

  • CTA ist eine anerkannter Ausbildungsberuf in dem man eine staatliche Abschlussprüfung ablegt, das der Chemisch-technische Assistent eindeutig den Chemieberufen zugeordnet werden kann, ist denke ich auch nicht bestritten.

    Wo steht denn da, das man Berufserfahrung braucht?

    Ich empfehle die Lektüre der Verordnung.


    https://www.bmbf.de/upload_fil…striemeister_-_Chemie.pdf


    Die Verordnung geht immer von 3-jährigen Ausbildungsberufen aus. Ist der Beruf kürzer, kommt eine entsprechend zusätzliche Berufspraxis hinzu.


    Für den HQ-Teil dann ein weiteres Jahr Berufspraxis, so wie es da steht.


    Da haben deine Kammern im Süden wohl die Verordnung und das allgemeine Zulassungsverfahren nicht verstanden.