BBiG-Novelle: Mindestausbildungsvergütung und neue Bezeichnungen für berufliche Fortbildungsabschlüsse

  • guckst Du hier

    LINK


    Dann wird es die Bezeichnung "Meister" auch bald nicht mehr geben oder wie verstehe ich das???


    Da steht zwar das er nicht abgeschafft wird und in seiner Stellung bestärkt werden soll, aber das passiert doch nicht alleine dadurch das ich statt Meister

    in Zukunft dann vielleicht: Berufsspezialist/in oder Berufsbachelor Betitelt werde?!


    Das alleine passiert doch nur in den Köpfen der Bevölkerung...und hoffendlich auch bald in den Köpfen derer die es bis heute nicht raffen, das eine Berufliche Weiterbildung genau soviel wert ist wie ein Studium.


    Meiner Meinung nach braucht es noch viel mehr Anerkennung der Beruflichen Bildung als bisher!

  • Hallo,

    Richtig, dies ist doch der gesamten EU schon lange ein Dorn im Auge.

    Wir müssen uns anpassen . Nur leider nicht auf unser Niveau ( mit Aus- und Weiterbildung ) sondern auf den kleinsten Nenner der irgendwie möglich ist.

    Meister ist ja schon lange ein Begriff. mit dem die Leute etwas anderes verbinden wie mir Mitteleuropäer.

    Wir schaffen uns ab, hat ja mal jemand geschrieben und keiner hat es geglaubt.

    Jedoch wird ganz fleissig daran gearbeitet und keiner will es wahrhaben.

    Was erwarten wir von einem neuen BBIg, daß es nicht einmal schafft, daß die Prüfer vom Betrieb freigestellt werden müssen und noch nicht einmal den Mindestlohn dafür erhalten,

    Gruß

  • Ich denke der Meistertitel wird nicht abgeschafft. Lediglich die jeweilige DQR- Stufe wird dann mit Berufsbachelor/ Berufsmaster betitelt. Das passiert ja auch schon bei der Englischen Zeugnisübersetzung, die man zusätzlich zum Zeugnis und Meisterbrief von der IHK bekommt. Dort wird man auch als Bachelor Professional bezeichnet und beim TBW als Master Professional.


    Letztendlich ist es gar nicht so schlecht, dass die Bundesregierung sich mit dem BBiG befasst, denn daraus resultieren auch Vorteile wie z.b. diese hier ab August 2020:

    Siehe Link:

    Mehr Geld für berufliche Fortbildung

  • Ihr könnt mich für meine Meinung verurteilen, aber ich sehe hier nur leere Wahlversprechen in Vorbereitung auf den kommenden Wahlkampf...

    ...aber GsD haben wir unsere Automobil(zulieferer)industrie soweit kaputt geredet, damit wir erst einmal den Fachkräftebedarf in den anderen Branchen decken können. Jetzt werden ja "Fachkräfte" freigesetzt, die für die Nicht- Automobilbranchen immer noch "genügen". Daher schnüren wir schon einmal für den nächsten Wahlkampf ein Päckchen (widerrufen können wir es allemal, haben wir bei einem unrealistischen Umweltpaket gerade erst demonstriert), um dem vorzubeugen, was da kommt, wenn unsere Kollegen und Kolleginnen in Arbeitsverhältnissen unterkommen sind und dann wieder keine Fachkräfte mehr vorhanden sind. Parallel öffnen wir die Schleusen für jährlich 400000 neue "Import- Fachkräften", sprich wir nehmen den Rest vom Rest und finanzieren deren Ausbildung und Unterhalt zu 100% im Gegensatz zum vorgeschlagenen Paket. Und unsereins darf zum Beispiel bei der Förderung der Aubildereignung einen garantierten Arbeitsvertrag vom zukünftigen Arbeitgeber beim AA vorweisen (so habe ich das live erlebt).

    Darum mein Tip: Wartet nicht, bis es eine bessere Förderung für eure Ausbildung gibt! Es gibt nur einen einzigen Faktor in dieser nicht aufgehenden Gleichung der gegen jeden Einzelnen von euch spielt - die ZEIT.

    Je früher ihr euch für eure Aufstiegsweiterbildung entscheidet umso früher habt ihr die Chance, euch in einer besseren Anstellung wiederzufinden, auch wenn ihr dafür den AG wechseln müsst. Wenn ihr es nicht tut, Andere werden es tun...

    :IM: Juli 2018

    Einmal editiert, zuletzt von Knabro ()

  • ...Darum mein Tip: Wartet nicht, bis es eine bessere Förderung für eure Ausbildung gibt! Es gibt nur einen einzigen Faktor in dieser nicht aufgehenden Gleichung der gegen jeden Einzelnen von spielt - die ZEIT.

    Je früher ihr euch für eure Aufstiegsweiterbildung entscheidet umso früher habt ihr die Chance, euch in einer besseren Anstellung wiederzufinden, auch wenn ihr dafür den AG wechseln müsst. Wenn ihr es nicht tut, Andere werden es tun...

    :thumbup::thumbup::thumbup:

  • Das Bachelor Professional usw. ist doch nur ein Eigengewächs der IHK das sowieso keinen interessiert. Weil man ja auf der selben Stufe steht, diese DQR Stufe interessiert auch kaum ein Unternehmen.


    Vor 2 Wochen war ich bei einem Vorstellungsgespräch bei einer relativ großen Stadt (Eigenbetrieb Elektrotechnik) Stelle war mit EG8 ausgeschrieben, also doch etwas mal als normal. Option auf Meisternachfolger in EG9B. Als ich dann gesagt hab, ich wäre bald Industriemeister, fanden das die 4 Herren (2 Dipl Ing, 1 Techniker und der "alte" Meister (Informationstechnikermeister HWK) schon fast lustig, das wäre kein richtiger Meister usw. weil der Technikteil zu gering ist. Die Frage was ein richtiger Meister wäre, konnte man mir auch nciht beantworten.


    Ich habe vom Berufsspezalist auch eher im Handwerk gehört - bisher

    :ada:03/18, :BQ:11/18

  • Einmal editiert, zuletzt von Dimi87 ()

  • Das Bachelor Professional usw. ist doch nur ein Eigengewächs der IHK das sowieso keinen interessiert. Weil man ja auf der selben Stufe steht, diese DQR Stufe interessiert auch kaum ein Unternehmen.


    Vor 2 Wochen war ich bei einem Vorstellungsgespräch bei einer relativ großen Stadt (Eigenbetrieb Elektrotechnik) Stelle war mit EG8 ausgeschrieben, also doch etwas mal als normal. Option auf Meisternachfolger in EG9B. Als ich dann gesagt hab, ich wäre bald Industriemeister, fanden das die 4 Herren (2 Dipl Ing, 1 Techniker und der "alte" Meister (Informationstechnikermeister HWK) schon fast lustig, das wäre kein richtiger Meister usw. weil der Technikteil zu gering ist. Die Frage was ein richtiger Meister wäre, konnte man mir auch nciht beantworten.


    Ich habe vom Berufsspezalist auch eher im Handwerk gehört - bisher

    Richtig. Das ist von der IHK so übersetzt. Auf Deutsch heißt das nichts anderes als Berufsbachelor, was jetzt durch die Bundesregierung „standardisiert“ wird. Letztendlich ist es für viele Firmen noch kein Begriff. Betonung auf NOCH. Gerade jetzt in Zeiten, in denen Viele Firmen nach geeigneten Kandidaten suchen, kommen sie nicht drum herum sich mit dem Thema Berufsfortbildung und deren Abschlussbezeichnungen zu beschäftigen. Und es wird die Zeit kommen, da werden Fachkräfte sowohl aus akademischen Bereichen als auch nicht akademischen Bereichen gleichermaßen gesucht, und wenn dann der geeignete Kandidat einen Master Professional besitzt anstatt eines akademischen Masters, dann wird derjenige auch eingestellt. Letztendlich kommt es auf den Suchenden bzw. die Firma an, ob sie lieber einen Praktiker oder einen Theoretiker wollen.


    Das deine Meinung dahingehend den Industriemeister immer wieder abwertet und du ja anscheinend sehr unzufrieden mit deinem eigenen Werdegang bist, wundert es mich nicht, dass du auch hier mal wieder diese Meinung vertreten musst. Ich hab hier ein super Forum für dich gefunden: Link

    Ich kann mir vorstellen das du da super aufgehoben bist. Es ist mir ein Rätsel, wieso du hier die Leute schlecht redest, anstatt einfach den Techniker oder ein Studium zu absolvieren, dass ja in deinen Augen die einzige Möglichkeit ist, um im Leben voran zu kommen.

  • Richtig. Das ist von der IHK so übersetzt. Auf Deutsch heißt das nichts anderes als Berufsbachelor, was jetzt durch die Bundesregierung „standardisiert“ wird. Letztendlich ist es für viele Firmen noch kein Begriff. Betonung auf NOCH. Gerade jetzt in Zeiten, in denen Viele Firmen nach geeigneten Kandidaten suchen, kommen sie nicht drum herum sich mit dem Thema Berufsfortbildung und deren Abschlussbezeichnungen zu beschäftigen. Und es wird die Zeit kommen, da werden Fachkräfte sowohl aus akademischen Bereichen als auch nicht akademischen Bereichen gleichermaßen gesucht, und wenn dann der geeignete Kandidat einen Master Professional besitzt anstatt eines akademischen Masters, dann wird derjenige auch eingestellt. Letztendlich kommt es auf den Suchenden bzw. die Firma an, ob sie lieber einen Praktiker oder einen Theoretiker wollen.


    Das deine Meinung dahingehend den Industriemeister immer wieder abwertet und du ja anscheinend sehr unzufrieden mit deinem eigenen Werdegang bist, wundert es mich nicht, dass du auch hier mal wieder diese Meinung vertreten musst. Ich hab hier ein super Forum für dich gefunden: Link

    Ich kann mir vorstellen das du da super aufgehoben bist. Es ist mir ein Rätsel, wieso du hier die Leute schlecht redest, anstatt einfach den Techniker oder ein Studium zu absolvieren, dass ja in deinen Augen die einzige Möglichkeit ist, um im Leben voran zu kommen.

    Lass den Mister Meister bekommt man geschenkt aber schaffe in NTG selber nur knapp über 50 Prozent labern, keine Ahnung was sein problem ist.

  • Leute könnt ihr euch bitte mal zusamenreißen? Foren dienen auch der offenen Diskussion und Meinungsäußerung, aber bitte mit Anstand und Respekt, so wie es die Netikette vorschreibt!!! Und die gibt es schon seit 50 Jahren, seit Beginn des Internets.

    Stellt euch bitte mal vor, der Kollege sitzt gerade vor euch. Würdet ihr ihn auch so anquatschen? Und seid ihr der Meinung, das ist fair unter dem Deckmantel der Anonymität solche Texte zu schreiben? Wollte ihr als Führungskraft in Zukunft immer wieder an Meinungsverschiedenheiten erinnert werden?

    Seid fair belasst es beim Unentschieden und beweist in Zukunft weiterhin auch Loyalität! Der Weg zum Meister ist ein Entwicklungsprozess und wird nicht mit einer Prüfung beendet!!! (Nachzulesen in Fachbüchern für erfolgreiche Führungskräfte - Dazu gehört übrigens auch ZIB)

    :IM: Juli 2018

  • Zitat

    Und es wird die Zeit kommen, da werden Fachkräfte sowohl aus akademischen Bereichen als auch nicht akademischen Bereichen gleichermaßen gesucht, und wenn dann der geeignete Kandidat einen Master Professional besitzt anstatt eines akademischen Masters,Bei allem Respekt, du glaubst doch selbst nicht, das man jemand der ein bisschen nebenberufliche Weiterbildung absolviert hat einem Master vorzieht? Alleine die Bachelorarbeit des B.A. Studienganges ist bei weitem Ansprucsvoller als der gesamte Industriemeister. ich möchte das Unternehmen sehen, das statt einem MAE einen Technischen Betriebswirt oder Industriemanager auf eine Ing. Stelle setzt.


    Für eine Stelle im Einkauf oder Leitung sicher, aber nicht sowas. Wer glaubt das Meister (und ja auch der Techniker) nur ansatzweise einem Studium gleichwertig sind der hat den gesamten Meister nicht verstanden.


    Zitat

    aber schaffe in NTG selber nur knapp über 50 Prozent labern,

    Wier werden auf deine Ergebnisse warten. Ich gebe immerhin zu das ich zu wenig gemacht habe. Dafür eben BWH 97, MIK 98 Recht und ZIB 89.


    Viele halten den Meister eben für den persönlichen heiligen Gral der ihnen aus allem herraushilft. So verblendet ist man nicht mal in der Lage die Weiterbildung kritisch zu betrachten

    :ada:03/18, :BQ:11/18

  • Hallo Leute, ich habe dem Kronos gerade einen Like für seinen Beitrag gegeben, das passiert mir sonst nicht, da wir sehr unterschiedliche Meinungen haben. Jedoch zu diesem Thema muss ich ihm Recht geben! Ein Studium ist ein Studium und das ist einfach ein höher gewerteter Abschluss und das zu Recht. Ich habe habe mich durchaus auch strecken müssen um die BQ gut zu bestehen und ich benötige auch viel Zeit um mich für die HQ vorzubereiten! Wenn ich die auch schaffe, dann bin ich stolz auf meinen Titel Industriemeister Elektronik, jedoch würde ich mich nie mit einem Studiengang vergleichen oder Gleichstellen wollen.

  • Hallo Leute, ich habe dem Kronos gerade einen Like für seinen Beitrag gegeben, das passiert mir sonst nicht, da wir sehr unterschiedliche Meinungen haben. Jedoch zu diesem Thema muss ich ihm Recht geben! Ein Studium ist ein Studium und das ist einfach ein höher gewerteter Abschluss und das zu Recht. Ich habe habe mich durchaus auch strecken müssen um die BQ gut zu bestehen und ich benötige auch viel Zeit um mich für die HQ vorzubereiten! Wenn ich die auch schaffe, dann bin ich stolz auf meinen Titel Industriemeister Elektronik, jedoch würde ich mich nie mit einem Studiengang vergleichen oder Gleichstellen wollen.

    ein Bachelorstudium ist eben nicht höher gewertet sondern gleichwertig, und das ist fakt.

    Verstehe nicht was es da zudiskutieren gibt und warum der Meister oft so schlecht gemacht wird.

    Man muss auch bedenken das man als Meister ne gewisse Berufserfahrung bzw. Ausbildung haben muss die vielen Studenten komplett fehlen, es wird ja nicht umsonst Berufsbachelor genannt, klar hat der Studierte von seinem Themenbereich viel mehr Ahnung zumindest sollte er dies, aber das will und soll der Meister auch garnicht.

  • Hallo alle zusammen. Ich bin ein relativer Neuling hier im Forum. Mein Zeit verbringe ich hier zu 90% damit nur mit zu lesen. Zu dem hier angefangenen Thema hätte ich aber schon ganz gerne etwas gesagt. Kurz zu mir, Lehre als Konstruktionsmechaniker, danach Festanstellung bei insgesamt 3 mehr oder weniger kleinen Betrieben. Bis zuletzt Mai 2018. 2017 aus eigenen Stücken für den Meister entschieden. Kurz und knapp heute mache ich diesen nur fertig um diesen fertig zu haben. Nicht weil ich diesen beruflich benötige oder Ähnliches. Ich komme aus Sachsen Anhalt und dort in der Region Leipzig Halle gibt es vereinzelt bedarf an IM Metall aber das Geld was man auf solch einer Position bekommen soll ist ehr dürftig. Mai 2018 hatte ich bereits erwähnt, da habe ich die Branche gewechselt. Und was soll ich sagen das Geld was ich nun bekomme würde ich niemals als IM bekommen. Ich habe top Arbeitszeiten super Arbeitskollegen und das alles 10 Minuten von meinem Wohnort entfernt. Soll eigentlich nur heißen das man diesen IM nur machen sollte wenn man bereits in einem gut aufgestellten Unternehmen arbeitet und dort weiter kommen möchte. Alles andere hat sich für mich persönlich heraus gestellt das es da wenig Aussicht auf Erfolg bzw ein besseres Leben durch diesen Abschluss gibt. Und wenn wir ehrlich sind wofür bildet man sich den weiter in Form eines solchen Lehrgangs? Genau um sich persönlich zu entwickeln ( das habe ich definitiv) aber ganz oben steht das finanzielle und alles was damit zu tun hat.
    mich wünsche trotzdem allen viel Erfolg im weiteren Leben. Es gibt sicher auch einige die gute Erfahrung damit gemacht haben und durch ihren Abschluss weiter gekommen sind.

  • Ich finde das alles sehr interessant.

    Ich weiß, das ich den IM erst im Februar anfange, aber sollte sich nicht erst einmal jeder Fragen, warum mache ich den IM?

    Ich mache ihn, da ich später Junge Menschen ausbilden möchte oder in die QM landen werde.

    Selbstverständlich kann man über alle Berufsbeschreibingen diskutieren und drüber sprechen ob ein Studium oder Techniker besser bzw. Schwieriger ist als der IM.

    Natürlich sind sie das. Sie sind von der Theorie her schwieriger ohne wenn und aber.

    Aber werden hier Grad nicht Äpfel mit Birnen verglichen?

    Der IM kommt aus der Praxis, der IM sagt den Technikern und Studierten warum das Bauteil in der Praxis so nicht hergestellt werden kann. Wo Probleme liegen und wieso.

    Ich komme aus der CNC Technik, da möchte ich mal einen studierten oder Techniker sehen.

    Der kann die Zeichnung lesen klar. Aber Schwierigkeiten erkennt er nicht.

    Liegt es nicht an einem selbst, was er aus der Weiterbildung macht.

    Und ganz am Ende zählt eh nur das Vorstellungsgespräch in einer Firma, wie man sich verkauft und wie das alles am Ende heißt ob Industriemeister oder Berufs Bachelor ist mir zumindest ziemlich egal, da ich es nicht ändern kann.

    In diesem Sinne.

  • as wäre kein richtiger Meister usw. weil der Technikteil zu gering ist. Die Frage was ein richtiger Meister wäre, konnte man mir auch nciht beantworten.

    Ich denke dass es denen nicht bewusst wofür der IM überhaupt da ist.
    Finde dieses abwertend und wäre dann aufgestanden und hätte mich verabschiedet.

    Kann man gleich davon ausgehen was dort abgeht.

    03/2019 :ada:

  • Zitat

    Ich komme aus der CNC Technik, da möchte ich mal einen studierten oder Techniker sehen.

    Der kann die Zeichnung lesen klar. Aber Schwierigkeiten erkennt er nicht.

    Ist Pauschal auch so - falsch.


    Du hast eine Erfahrung aus deiner Ausbildung der Techniker hat aber auch eine Berufsausbildung abgeschlossen. Und im Meister lernt man derartiges auch nicht.

    Nicht jeder Techniker oder studierte ist ein Theoretiker und nicht jeder Meister der ach so tolle Praktiker. In meinem Kurs waren welche die haben den Meister mit 21 gemacht wie wollen die mit Erfahrung glänzen? Auch ein Techniker kann diese ewerben.

    :ada:03/18, :BQ:11/18

  • Interessante Diskussion hier. Ich vertrete Grundsätzlich die Meinung das der Abschluss eigentlich egal ist. Wichtig ist was man gemacht hat. Ich bin beispielsweise in der E-Konstruktion tätig mit Meister und Tbw.Wie das ganze letztlich heißt ist mir egal. Keine Firma wird bei langjähriger Berufserfahrung jemand nicht einstellen, weil er/sie den passenden Abschluss nicht hat. Mag aber schon sein das der Einstieg eventuell als Techniker/Ingenieur etwas einfacher ist.

  • Ist es nicht im Leben immer schon so gewesen Kronoks, dass man auf kompetente Leute trifft oder halt auf Leute die sich mit erworbenen Titeln schmücken jedoch nichts unbesetzt bekommen?

    Ist es nicht so, dass es Altgesellen gibt, wo man sehr viel Praktisch lernen kann und man viel mitnehmen kann?

    Lernt man nicht sein Leben lang!

    Was mich immer ein bisschen stört.

    Dieses hier ist ein Forum wo angehende Industriemeister sich austauschen und auch Erfahrungen von Leuten die es geschafft haben hier einfliessen.

    Ich ziehe meinen Hut, vor jedem der seine Weiterbildung beendet und durchstarten möchte.

    Da lese ich dann dass du schreibst, einige glaubten der IM wäre der heilige Gral.

    Aber darf man nicht stolz sein, wenn man es geschafft hat?

    Es kommt mir teilweise immer ein wenig zu negativ rüber was ich teilweise lese.

    Wollte das nur mal gesagt haben.

  • Zitat

    Man muss auch bedenken das man als Meister ne gewisse Berufserfahrung bzw. Ausbildung haben muss die vielen Studenten komplett fehlen, es wird ja nicht umsonst Berufsbachelor genannt,


    Das ist nur ein Eigengewächs das keinen interessiert. Leider


    https://www.forschung-und-lehr…und-berufsmaster-ab-1908/


    Warum sollte man dann überhaupt noch Abi und Studium machen wenn man mit Berufsausbildung und Meister das gleiche machen kann? Zudem kann man beim Meister bis zu den Prüfungen "chillen" und dann erst kurz vorher lernen, weil zwischendurch bis auf die BQ nichts abgebprüft wird.


    Die ach so heilige Erfahrung der Meister ist immer das Totschlagargument, das trifft aber nicht auf jeden zu. Was hast du im Meister neues gelernt? Auch nur Theorie.


    Ein Studium ist auch höherwertig und das wird es immer bleiben, zudem haben heute immer mehr Studenten in technischen Studiengängen bereits eine berufliche Ausbildung wenn Sie ein Studium aufnehmen, zudem gibt es Werkstudenten die bereits praktisch arbeiten während des Studiums bzw. in den Semesterferien.



    Diese sinnlose Angleichung führt nur dazu, das Leute meinen "ich bin Bachelor" und kann man auf Bachelor stellen bewerben. Früher wäre kein Meister auf die Idee gekommen sich auf eine Dipl. Ing Stelle zu bewerben.

    :ada:03/18, :BQ:11/18

  • ...Diese sinnlose Angleichung führt nur dazu, das Leute meinen "ich bin Bachelor" und kann man auf Bachelor stellen bewerben. Früher wäre kein Meister auf die Idee gekommen sich auf eine Dipl. Ing Stelle zu bewerben...

    Da spielt dieInterpretation eine ganz entscheidene Rolle.

    Der DQR ist zwar identisch...aber Gleich"wertig" bedeutet noch lange nicht Gleich"artig".

    Wer sich nur aufgrund der DQR Einstufung bewirbt, muss auch mit einer Klatsche rechnen

  • Zitat

    Wer sich nur aufgrund der DQR Einstufung bewirbt, muss auch mit einer Klatsche rechnen


    Nur leider verstehen das 8 von 10 nicht die sich auf derartige Stellen bewerben.


    Aber es ist ja schon bei der Agentur für Arbeit oft falsch. Man sucht nach Industriemeister Elektrotechnik und kriegt Stellen angezeigt für Ing. wo auch explizit ein Studium gefordert wird, nur weil in einem Nebensatz "oder gleichwertig" steht. Da braucht man sich auch nicht wundern.

    :ada:03/18, :BQ:11/18

  • ein Bachelorstudium ist eben nicht höher gewertet sondern gleichwertig, und das ist fakt.

    Verstehe nicht was es da zudiskutieren gibt und warum der Meister oft so schlecht gemacht wird.

    Man muss auch bedenken das man als Meister ne gewisse Berufserfahrung bzw. Ausbildung haben muss die vielen Studenten komplett fehlen, es wird ja nicht umsonst Berufsbachelor genannt, klar hat der Studierte von seinem Themenbereich viel mehr Ahnung zumindest sollte er dies, aber das will und soll der Meister auch garnicht.

    Es geht darum, dass es zwar als gleichwertig eingestuft ist, es aber defintiv nicht ist.


    Nimm die Tiefe der Inhalte, nimm die Anzahl der Prüfungen oder was auch immer. Ein Studium ist mit keiner beruflichen Weiterbildung zu vergleichen.


    Das ist jedoch die Schuld des Bologna-Prozesses, alles gleichmachen zu wollen.


    Damit zu argumentieren, dass ein falscher Prozess (Bologna) eine gleichwertige Stellung von Meister und Akademikern vorsieht, ist sehr fragwürdig.


    Es ist einfach falsch und das sagen sowohl Firmen als auch Teilnehmer selbst, die sich mal die Mühe gemacht haben, beide Bildungswege zu vergleichen.

  • Vielleicht sollten die entsprechenden Stellen sich einfach auf die jeweiligen Stärken und Schwächen der Weiterbildung konzentrieren und da ansetzen um was zu verbessern oder zu verändern. Anstatt krampfhaft alles gleichwertig zu machen.


    In den USA/Kanada ist es z.B. nicht unüblich das selbst ein "Plumber" ein "Studium" hat, allerdings kennen die auch das System unserer dualen Ausbildung nicht wirklich.

    Da macht eine "gleichwertigkeit" vielleicht noch Sinn aber nicht bei uns.

    :ada:03/18, :BQ:11/18

  • Leider entstehen die meisten Diskussionen bzgl. des DQR immer wieder aus der Situation heraus, dass nicht genau gelesen wird. Ich zitiere hier einmal einen Auszug aus dem DQR:

    "Bei der Anwendung der DQR-Matrix ist zu beachten, dass verschiedene Qualifikationen auf einem Niveau gleichwertig sind, nicht jedoch gleichartig. So hat ein „Meister“ nicht automatisch den akademischen Grad „Bachelor“ inne oder umgekehrt. Ein akademischer Grad kann nur an einer Hochschule erworben werden.…"

    Damit erübrigt sich in meinen Augen diese Vergleichsdiskussion! Weiter:

    "...Zuordnung von Qualifikationen ist nicht verbunden mit einer Neuregelung von Zugangsberechtigungen..."

    Damit werden alle bereits bekannten Zugangsbedingungen als weiterhin bestehend definiert.


    Jedoch sollte man den Sinn des DQR etwas hinterleuchten:

    "Der DQR hat, wie der EQR, acht Niveaustufen. Während beim EQR zwischen „Kenntnissen“, „Fertigkeiten“ und „Kompetenzen“ unterschieden wird, unterscheidet der DQR „Fachkompetenz“, unterteilt in „Wissen“ und „Fertigkeiten“, und „personale Kompetenz“, unterteilt in „Sozialkompetenz“ und „Selbstständigkeit“. Gemeinsam mit einem „Niveauindikator“, der die für ein Niveau charakteristische Anforderungsstruktur zusammenfassend darstellt, bilden diese Komponenten eine Niveaubeschreibung…"

    sprich es geht hier "nur" um eine grobe Klassifizierung, bei der man versucht, die einzelnen Berufsgruppen nach Bildungsniveau zu differenzieren, um etwas mehr Transparenz zu schaffen.

    Womit wir beim Beispiel des Industriemeisters vs. Elektrotechnikers schon wieder in eine kontroverse Diskussion abdriften können und da sehe ich das Thema "Äpfel mit Birnen vergleichen".

    Der IM wird grundsätzlich im 2. Bildungsweg eingruppiert, der Techniker jedoch im 1. Bildungsweg (Apfel - Birne).

    Der IM wird überwiegend bundeseinheitlich geprüft, die Zuständigkeit bei den Techniker- Berufen ist Sache der Länder, aber alleine an dieser Stelle könnte man die nächste Diskussion aufwerfen: "Ist ein Maschinenbautechniker, der seine Ausbildung in einem Land mit Tourismus- oder Landwirtschaftsausprägung ausgebildet wurde genauso gut aufgestellt, wie ein Techniker aus einem Maschinenbau- Land?"

    Beim IM ist es bundeseinheitlich geregelt, aber...

    ...die Erwartungshaltung an den IM ist in einem stark industrialisierten Land höher, als in einem Agrarland.


    Und nun zum Thema "Ausbildung ausweiten um Personalentwicklung usw.": Diese Ausbildungserweiterung wird als informelle Ausbildung wahrgenommen und wird/ kann vom DQR nicht bewertet werden, da der individuelle Bildungsweg nicht berücksichtigt werden kann/ wird.


    Sprich in meinen Augen sollte man die Techniker nicht mit den IM vergleichen, genauso steht aber auch keiner der beiden Sparten das Recht zu, herablassend über den anderen zu urteilen, nur weil diese vom Bildungsniveau als GLEICHARTIG eingestuft werden!


    Ansonsten können wir weiter planlos differenzieren und zuschauen, wie noch mehr andere Nationen an uns vorbei rennen!

    :IM: Juli 2018

  • Sprich in meinen Augen sollte man die Techniker nicht mit den IM vergleichen, genauso steht aber auch keiner der beiden Sparten das Recht zu, herablassend über den anderen zu urteilen, nur weil diese vom Bildungsniveau als GLEICHARTIG eingestuft werden!


    @Knabor, genau das trifft den Punkt...!


    VG

    Industriemeister Metall

    Fachkraft für Arbeitssicherheit BGRCI, BGHW, BGN, BG Verkehr