Abmahngespräch

  • Hallo Leute,


    Es gibt ein Thema was mich seit 2 Wochen wirklich sehr beschäftigt.

    Ich bin Vorarbeiter meines Bereiches mit Ins. 5 MA.

    Natürlich besuche ich auch den Lehrgang des IM Metall und hab im Mai BQ

    Einer dieser MA wird bald abgemahnt werden...

    Grund: nicht erbringen der Arbeitsleistung.

    Vorgespräche gab es genug...


    Er versteht es einfach nicht, und ich bin es auch wirklich leid es andauernd zu sagen, er soll sich um seinen Job kümmern und nicht um alles andere.


    mein Problem aber ist derzeit... wie gehe ich damit um?

    Ich arbeite mit dem Kollegen in einer Abteilung...

    Wie soll ich beim Gespräch anfangen wenn es zum Termin mit der BL und dem MA kommt.

    Ich hab theoretisch keine Befugnisse um so ein Gespräch zu führen, aber trotzdem möchte ich es mir zeigen das ich ,,Chef“ sein kann. Auch wenn ich die meisterpappe hab.


    naja wohl oder übel wird es daraus hinaus laufen das wir ihn verhaltensbedingt kündigen werden.

    Wir wollen ihn loswerden sag ich mal so!.


    ich hoffe ihr könnt mir Tipps geben und bin um jeden Ratschlag dankbar 😎

  • Hmm, Du bist Vorarbeiter und angehender Meister.

    Ich würde sagen Dein Ratschlag an den MA zählt ebenso für Dich: Kümmere Dich um Deinen Job und nicht um alles andere.


    Ich kenne euer Unternehmen nicht, aber Vorarbeiter mahnen nicht ab und kündigen auch niemanden. Was hast Du also damit zu tun?
    Rechtlich gesehen (ich bin noch nicht so weit) stellt sich erstmal die Frage ob er Zeitlohn erhält, denn dann ist die Arbeitsleistung nicht definiert. Wenn es also nicht um einen kleineren Betrieb geht dürfte die Begründung für eine Kündigung nicht ausreichen ohne vor dem Arbeitsgericht den kürzeren zu ziehen. Desweiteren ist eine Abmahnung sicher auch nicht genug für eine Kündigung.


    Du willst zeigen dass Du Chef sein kannst...ich würde sagen falscher Zeitpunkt (nicht ausreichend Kompetenzen) und einfach mal nicht Deine Baustelle (nicht ausreichend Kompetenzen).
    Wenn Du glänzen möchtest könntest Du auf Nachfrage Deine Meinung mitteilen und dann durch Wissen punkten.


    Aber wie gesagt bin ich beim Thema Recht noch nicht so weit dass man meine Meinung zählen sollte.

  • Vorarbeiter und abmahnen? das wird lustig, wenn sich der Kollege rechtlich wehrt.

    Ich hoffe der BR ist auch dabei, das steht dem Kollegen zu.

  • naja disziplinarisch kann ich nichts machen das stimmt aber meine Meinung zählt schon dazu, das man sagen kann:,, der Junge bringt nichts.


    abmahnen kann nur der Disziplinarisch Vorgesetzte aber ich werde ja trotzdem bei dem Gespräch dabei sein.


    Und natürlich kann ich nicht über einen Zeitraum von 2 Wochen abmahnen sondern über einen längeren Zeitraum.

    Wenn das Unternehmen alles dafür getan hat um den Kollegen zu unterstützen und er es trotzdem nicht schafft, darf man natürlich abmahnen.


    Ich werde sehen was kommt....

    danke für eure Meinungen


  • Rechtlich gesehen (ich bin noch nicht so weit) stellt sich erstmal die Frage ob er Zeitlohn erhält, denn dann ist die Arbeitsleistung nicht definiert.

    Das hat nichts mit dem Zeitlohn zutun wenn jemand seine Aufgaben nicht erfüllt. Sei es weil er nicht kann oder nicht will. Nennt man Low Performer. Aber auch hier muss man ihn erst Abmahnen und ihm die möglichkeit geben sein Verhalten zu ändern. Wenn man jemanden los haben möchte, wie oben steht, wird man genug Gründe finden. Der BR (falls vorhanden) könnte vielleicht noch ein Hinternis werden.

    :ada: Juli 2014 :BQ: November 2017 :HQ: Mai 2018



    :IM: Juli 2018

  • Hallo


    soweit ich weiß, ist eine Abmahnung gesetzlich nicht geregelt.


    Wenn Ihr im Vorfeld schon mehrere Gespräche mit dem Mitarbeiter über dieses Thema hattet und er sein Verhalten nicht verbessert, dann sehe ich eine Abmahnung schon als Begründet.


    Man sollte dem Mitarbeiter

    1. sein Fehlverhalten nennen

    2. Ihn aus das richtige Verhalten hinweisen

    3. Konsequenzen im Wiederholungsfall nennen und androhen.


    Wenn du nicht der Disziplinarische Vorgesetzte bist, würde ich mich hier allenfalls zum 1. Punkt äußern. Da du ja Wahrscheinlich sein Fehlverhalten beurteilen kannst.

    Wenn er in seinem Abmahngespräch sein, in euren Augen, Fehlverhalten nicht weiter begründen kann oder Erklären kann warum das so ist sollte man sich folgende Fragen stellen.


    Will der Mitarbeiter und kann es nicht?

    oder

    Kann der Mitarbeiter und will nicht?


    Im ersten Fall wäre es eine Personenbedingte Kündigung. Diese ist nicht so einfach.


    Im zweiten Fall wär es eine Verhaltensbedingte Kündigung. Hier kann man einen Mitarbeiter fristgerecht kündigen.

    Dazu wird oft gesagt....

    nach 3 Abmahnungen

    oder

    nach 2 Abmahnungen aus dem selben Grund


    Problem ist hier halt, das die Gründe für eine Abmahnung nicht klar geregelt sind. Sollte der Mitarbeiter da anderer Meinung sein, kann dies halt schnell vor Gericht gehen. Und hier muss die Firma dann wirklich belegen, das der Mitarbeiter einfach nicht besser wollte.