Kolping als Arbeitgeber

  • Grüßt Euch ?


    Ich hätte mal eine Frage an die Runde.

    Ich hätte zurzeit ein Jobangebot von Kolping.

    Vielleicht sagt den ein oder anderen das was.

    Kolping ist ein Sozialverband der unter anderem Jugendlichen mit bei ihrer Berufsorientierung nach der Schule hilft. Bei dem Verband könnte ich als Ausbilder Metall tätig sein und Jugendlichen nach der Schule erstmal zeigen ob die Metall Branche für die Jugendlichen das richtige ist.

    Ich hatte heute ein Vorstellungsgespräch und es hat sich auch alles sehr gut angehört. Ich könnte mir dort die Werkstatt selber einrichten und hätte ein selbständiges Arbeiten mit Jugendlichen. Ich könnte die Stelle jetzt sofort annehmen.


    Nun zu der Frage:

    Würdet ihr so eine Stelle annehmen ?

    Ich hab etwas bedenken dass so eine Stelle von anderen Firmen außerhalb als nicht ernst oder für nicht voll genommen wird. Und wenn so etwas im Lebenslauf steht dann wird vielleicht gedacht: naja der wird nix besseres bekommen haben, oder sowas in die Richtung.


    Und mein zweites bedenken ist:

    Sollte ich so eine Stelle annehmen, angenommen für 1 Jahr oder für mehrere Jahre ausüben, dass ich vielleicht zu lange aus der Wirtschaft draußen bin und mich keiner mehr von einer anderen Firma einstellen würde, weil ich eben nicht mehr weis wie die ganzen Abläufe sind und was es für Techniken gibt. Weil ich nicht mehr weis wie der Hase läuft auf gut deutsch.


    Ich hoffe das mein Anliegen einigermaßen verständlich rüberkommt und dass mir eventuell jemand einen Tipp geben kann.


    Vielleicht können auch die Industriemeister/ Meisterschüler aus Bamberg etwas mehr dazu sagen. Da ist Kolping stark vertreten.


    Vielen Dank schonmal für jeden Tipp ???


    Schönen Gruß ?

  • Ich denke dort wird eine "BVB" Maßnahme oder ähnliches stattfinden. Sowas gibt es ja auch beim bfz usw. Mich hat man damals nach der Bundeswehr mit knapp 20 auch in so eine Maßnahme gesteckt und die Dozenten dort waren nicht die besten..


    Es war auch eine recht hohe Flukation unter den Dozenten.


    Mit Kolping hatte ich jahre später in einer Bewerbungsmaßnahme zu tun, war auch nicht so das wahre.


    Ich denke es ist kein schlechter Job, aber man sollte es nicht jahrelang machen und schon gar nicht beim selben Träger.


    Es ist jetzt nichts gegen dich aber die Auswahl der "Lehrer" oder Dozenten beim bfz oder Kolping war damals sehr "durchwachsen"


    Meist waren das ehemalige Auswanderer aus Thailand, oder Vertriebler ohne Kunden oder selbst Arbeitlose. Das ist nichts gegen dich, aber die Latte liegt bie solchen Trägern oft nicht sehr hoch, und das wissen bestimmt auch andere zukünfitge Arbeitgeber.



    Es kann gut sein, wenn du weiterhin Ausbilder bleiben willst, ggf. bei einer JVA, einer Ausbildungswerkstatt oder der HwK.


    Wenn du in so eine Richtung gehen würdest, würde ich dir eher die Werkmeister Laufbahn in einer bayerischen JVA vorschlagen. Keine Schicht, kein Wochenendienst, und Beamtenstatus und auch eigene WErkstatt usw.

    :ada::BQ::HQ::IM:12/2019 Industriemeister Elektrotechnik (AIT (T2) )

  • Du musst dir bei Kolping im klaren sein, dass es mit dem Ruf der Gesellschaft es nicht so gut steht.

    Dieses ist überall bekannt und zieht so seine Bahnen mit.


    Ich glaube auch, dass es mit den Verdienstmöglichkeiten dort nicht so gut ist als wenn Du bei einem "richtigen" Betrieb bist.

    Ich selber habe mich als Ausbilder in einer ähnlichen einrichtung beworben und habe dann es ausgeschlagen dort anzufangen.

    Mit 2900€ maximal hätte ich ergänzende Leistungen beim Jobcenter gleich mit beantragen müssen damit man klar kommt. ;)
    Das war mir doch etwas sehr wenig.


    Das einzige was ich dort als Positiv ansehe ist die Sicherheit des Arbeitsplatzes.


    Der Rest, um es mal auf den Punkt zu bringen, finde ich nicht Zukunftsweisend.
    Bewerbe dich mal mit Referenzen von Kolping woanders. So wie ich mal mitbekommen habe kommt es bei Firmen nicht gut an.


    Überleg dir es ganz genau ob es Zielführend ist für dich.

  • Wenn du die Überlegung hast es nur für kurze Zeit zu machen. dann lass es direkt. Wenn man sich in Richtung Ausbildung entscheidet dann sollte dies schon einen längeren Zyklus haben. Wenn man spaß daran hat bleibt es eine Einbahnstraße, denn wenn man längere Zeit im Ausbildungsbereich verbracht hat, dann ist der Schritt nicht einfach zurück in die Produktion. ich habe vor 10 Jahre den schritt zum Ausbilder gemacht und diesen nie bereut.

    "All our dreams can come true, if we have the courage to pursue them"


    "The way to get started is to quit talking and begin doing"

    Walt Disney

    AEVO Juni 2009

    BQ Herbst 2010

    HQ MAi 2012


    :klatsch: Juli 12 :klatsch: :IM:

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  • Wenn du die Überlegung hast es nur für kurze Zeit zu machen. dann lass es direkt. Wenn man sich in Richtung Ausbildung entscheidet dann sollte dies schon einen längeren Zyklus haben. Wenn man spaß daran hat bleibt es eine Einbahnstraße, denn wenn man längere Zeit im Ausbildungsbereich verbracht hat, dann ist der Schritt nicht einfach zurück in die Produktion. ich habe vor 10 Jahre den schritt zum Ausbilder gemacht und diesen nie bereut.

    Ausbilder könnte ich mir schon vorstellen aber in einer Firma dann. Ich denk mir eben nur, dass es bei Kolping eine Berufsvorbereitende Maßnahme ist. Das bedeutet dass den Jugendlichen der Metall Beruf nur schmackhaft gemacht werden soll um zu sehen ob es was für die ist. Das heist es würde maximal das was im ersten Lehrjahr dran kommt vermittelt werden.

    Als Ausbilder in einer Firma ist man vom 1 bis 4 Lehrjahr ja bei den Jugendlichen und muss auch selbst auf dem neusten Stand bleiben um den Azubis die neusten Techniken vermitteln zu können.


    Denkst du das man eine bessere Chance hat auf einen Ausbilder posten in einer Firma wenn man sowas davor gemacht hat ?


    Danke und schönen Gruß ?

  • Zitat

    Denkst du das man eine bessere Chance hat auf einen Ausbilder posten in einer Firma wenn man sowas davor gemacht hat ?

    Es kommt darauf an was Kolping bei dir in der Gegend für einen Ruf hat. In der Regel werden solche "Bvb" Maßnahmen von der Agentur ausgeschrieben und dann wird einer ausgewählt. (Meist der billigste, aber nicht immr). Und die Maßnahmen werden dann von den Berufsberatern der Agentur befüllt.


    Da hat nicht jeder "Bock" drauf und es geht da oft etwas "wilder" zu, als in einer normalen Lehrwerkstatt. Zumindet war das zu meiner Zeit so. Es gab quasi keine Sanktionen wenn man nicht kam. Nur wenige haben das sog. BAB von der Agentur erhalten und waren quasi gezwungen hinzugehen. Zu diesen Maßnahmen gehören meist auch längere oder kürzere Praktika. Es war oft so, das die Firmen schon aufgelegt haben wenn wir sagten wir kommen von einer BvB Maßnahme.

    Zu meiner Zeit waren die Maßnahmen gut voll, da es da schwieriger war einen Ausbildungsplatz zu bekommen, heute ist das ja nicht mehr ganz soo schlimm..



    Ich würde sowas nicht unbdingt im Lebenslauf stehen haben wollen als Ausbilder/Dozent. Aber das muss jeder selbst entscheiden.


    Diejenigen die ich kenne, die Ausbilder wurde, waren meist schon nach Ihrer Ausbildung als Helfer in der Lehrwerkstatt tätig und sind da reingewachsen. Für externe kann das oft schwierig sein da reinzkommen, wenn nicht gerade ein Meister in Rente geht oder ähnliches.

    :ada::BQ::HQ::IM:12/2019 Industriemeister Elektrotechnik (AIT (T2) )