Beiträge von Paule86


    Rechtlich gesehen (ich bin noch nicht so weit) stellt sich erstmal die Frage ob er Zeitlohn erhält, denn dann ist die Arbeitsleistung nicht definiert.

    Das hat nichts mit dem Zeitlohn zutun wenn jemand seine Aufgaben nicht erfüllt. Sei es weil er nicht kann oder nicht will. Nennt man Low Performer. Aber auch hier muss man ihn erst Abmahnen und ihm die möglichkeit geben sein Verhalten zu ändern. Wenn man jemanden los haben möchte, wie oben steht, wird man genug Gründe finden. Der BR (falls vorhanden) könnte vielleicht noch ein Hinternis werden.

    Bei unseren Beiträgen geht es doch schon die ganze Zeit nicht mehr um das eigentliche Thema. Ich hatte erwähnt das ich keine 35 bin. Ja, die 86 ist mein Geburtsjahr. Ich sagte nicht, damit man mit mitte 20 nicht für eine Führungsaufgabe geeignet ist, aber es wird eher die seltenheit sein... Ich denke schon, damit ich mit 3 Jahren Erfahrung als Schichtleiter (10 Personen unterstellt) und über 3 Jahren als Bereichsleiter (70 Personen unterstellt) weiß wovon ich rede.


    Mir fällt gerade auf man kann auch durchaus normal mir Dir kommunizieren. Behalte das bei :thumbup:

    Nicht überall bei der Bundesewehr wird dieser angewendet. Es ist nicht immer nur Grundausbildung oder Gefecht. Man lernt schon auf den Unteroffiziersschulen mehr und bessere Führungstechniken als beim Meister, klar geht auch länger da ist mehr Praxis auch mit drin. Man ist ja nicht nur "Führer" sondern eben auch Ausbilder, Vorgesetzter und Erzieher.

    Im Gefecht oder in der Grundausbildung ist das was anderes da muss autoritätr geführt werden, aber zu behaupten jede Führungskraft der Bundeswehr beherrscht nur diesen Stil ist extrem fragwürdig. Wie klein die Grenze zur unnötigen Diensterschwernis ist.


    Eine Kompanie oder ein Amt oder ein Stab ist auch nichts anderes wie eine Abteilung in einer Firma. Der junge Leutnant der hier meint seinen Zug autoritär führen zu müssen, wird schnell an die Grenzen stoßen und Edeka kennenlernen.

    Also bist Du Unteroffizier? Oder warst an einer dieser Schulen?

    Anfang 20 mag vielleicht etwas früh sein, aber 35 ist Unsinn. Aber den enstprechenden Stellen ist es ja eh egal, weil dann würde ja Geld entgehen wenn man ein Mindestalter machen würde.


    Bei entsprechender Ausbildung ist das alles kein Problem. Offiziere sind oft auch nicht älter als 21 und haben da schon die erste Führungsverantwortung über ca. 100 Menschen.

    Wir sind hier aber nicht bei der Bundeswehr, als Führungskraft wirst du mit dem Autoritären Führungsstill nicht weit kommen. Es geht nicht nur um die Fachkompetenz. Den Großteil einer Führungskraft macht doch die Sozialkompetenz und feingefühl für gewisse Situation aus. Natürlich sollte man auch Ahnung davon haben was und wie es in der Fertigung gemacht wird, auch Hilfestellungen geben können, aber der großteil der Führungsaufgabe ist das zwischenmenschliche!

    Ich denke ab 35 ist angemessen - wenn einer mit 20 eine Meisterstelle ausübt, der noch keine richtige Erfahrung hat, der wird nur schwer Ernst genommen!

    Der dislike hat an deinem Beitrag nichts verloren. Ich bin zwar auch noch nicht 35 aber Du hast vollkommen Recht mit deiner Aussage. Der Brief allein macht aus einem Menschen keine Führungskraft, da gehört etwas mehr dazu und diese Fähigkeiten und Erfahrung wird eine Person mit 20 bis mitte 20 nur in sehr seltenen Fällen haben.

    Wir befinden uns aktuell in einem Restrukturierungsprozess. Werke in Ländern mit hohen Lohnkosten werden geschlossen und nach Tschechien verlagert. In Hannover wird ein Werk geschlossen und 600 Mann verlieren ihren Arbeitsplatz. Da kommen noch 3-4 Werke dazu. Ich sehe das mehr als kritisch, dass alles nach Tschechien zuverlagern....Unser größter Konturent versucht das seit über einem Jahr auch und scheitert daran.


    Aber das hat nichts mehr mit dem ürsprünglichen Thema zutun ;-)

    Der Hype mit den Werben um Facharbeitern ist vorbei. Vorallem im Bereich Automotive. Siemens baut auch extrem Stellen ab, zumindest im Bereich Transformatoren(was meinen Bereich dann eher trifft) keine Ahnung in welchen Bereich du tätig bist. Automotiv ist bei uns ringsrum auf Kurzarbeit.


    Wir liegen mit dem Budget weit über dem Vorjahr und über dem Ziel für 2019.

    Wir haben 2019 und nicht mehr 2003. Heute kann jeder Azubi in der Regel aus mehreren Angeboten wählen, egal mit welchem Schnitt. Meine Alte Firma hat früher gesagt über 3,0 laden wir keinen ein. Heute heißt es nehmen was kommt. Die Klassen und Angebot für abH sind voll wie nie, und Nachilfe für Azubis ist auch in neues Thema.


    Vor 10+ Jahren hätte deine Aussage noch gegolten, aber heute sind bei Azubis die Noten wirklich relativ egal. Wir hatten in meiner Berufsschuleklasse Leute ohne Schulabschluß die waren in einem großen IG-Metall Betrieb.

    Das stimmt so nicht ganz. Wir haben dieses Jahr keinen einzigen Azubi für den Gewerblichen Bereich, weil wir keinen mit ner 5 in Mathe für einen Metallberuf einstellen. Wir verzichten lieber darauf bevor wir nur Zeit verschenken.


    Und auch ich Arbeite in einem Konzern der Weltweit vertreten ist.

    Wie würdet ihr eure Bewerber auf eine Stelle auswählen? Also für mich ist auch der erste Blick der Lebeneslauf, wenn einer alle 1-2 Jahre die Stelle wechselt ist ja was faul, da kann der noch so gute Noten haben.


    Bei mir hat niemand je nach Noten gefragt, der Abschluß hat gezählt.


    Tobi 76 ein Kurs in der Abendschule ist immer gern gesehen. Das zeigt Willen und vorallem Durchhaltevermögen.

    RBH würde ich nicht ganz hinten anstellen. Der Mitarbieter wird als erstes auf dich zukommen, als Meister. Und wenn deine Antwort dann nur "keine Ahnung" ist, zeugt das nicht unbedingt von Kompetenz! Man muss nicht alles bis ins kleinste Detail wissen, aber was man darf und was nicht, laut Abeitsgesetz, sollte man schon wissen. Alles ander übernimmt dann HR oder der Rechtsanwalt. Sonst kann es passieren das auch du etwas veranlasst hast das so nicht ganz rechtens ist ;-)

    Also wir haben keinen Tarifvertrag. Das Unternehmen hält sich aber an die Vereinbarungen der IGM. Soll heißen, ich bekomme jede Erhöhung, Sonderzahlung dieses Jahr und die 27,5%. Zusätzlich 70% Urlaubsgeld vom Bruttolohn und ein volles Gehalt Weihnachtsgeld. Vom Grundgehalt her liege ich zwischen EG10-12 NRW. Bin aber im Grenzgebiet Sachsen/Bayern beschäftigt.

    Ein Akkordmodell wäre vielleicht noch interessant, aber das klappt nur bei stetiger Produktion und voller Auslastung der Maschinen.


    Gib uns mal bitte etwas mehr Informationen. Um was für Arbeiten handelt es sich?

    Ein Akkordmodell ist nur Sinnvoll wenn die Leistung auch vom Mitarbeiter beeinflusst werden kann oder abhängig ist. Halte ich bei einer tätigkeit mit Maschinen (je nachdem was für Maschinen) für nicht geeignet. Im Montagebereich ja, aber es wird immer die Qualität darunter leiden.

    Erstmal finde ich es interessant das der Mitarbeit mehr Geld bekommt, weil die Maschine schneller läuft. Ist das der Verdienst des Mitarbeiters das die Maschine schneller läuft? Die anderen Mitarbeit mit mehr Produktvielfalt können dafür ja nichts. Man kann das natürlich über die Produktivietät machen, dann sollte man aber für gleiche Chancen sorgen. Es gibt ja viele Möglichkeiten zum Beurteilen einer Leistung und so könnte man auch den Verdienst bestimmen. z.B. ERA

    Der Chef kann das Gelhalt kürzen? Also bezahlt er es über Prämien?

    Das muss jeder für sich selbst entscheiden. Die Prüfungen der vergangenen Jahre jetzt schon durchzuarbeiten ist Quatsch, da du wahrscheinlich nur 1/3 davon verstehst. Bleib im Unterricht bei der Sachen und wenn du etwas nicht so richtig verstanden hast, kannst du das zuhause nochmal nachlesen. Die Zeit vor der Prüfung, wie L-W schreibt, ist sehr wichtig. Da kannst du dann die alten Prüfungen rauf und runter bearbeiten.

    Zusätzlich lässt sich die Prüfungsgebühr über die KFW finanzieren. Und der Meisterbonus, ja nach Bundesland 0-1500€.

    Der Vorarbeiterposten ist auf jedenfall Sinnvoll um erste Führungserfahrung zusammeln! Ein Meister der nie in einer Führungsrolle war wird es sehr schwer haben. Der Brief allein macht keine Führungskraft aus dir. Ich habe auch einen Kollegen der den Meister macht und denkt er bekommt danach jeden Job. Das könnt ihr vergessen....Der Betriebswirt, ich geh davon aus das du den Technischen Betriebswirt machen würdest, macht es nicht leichter. Die Frage ist auch wo du mal hin möchtest, von der Position her. Ist der TBW da übehaupt Sinnvoll?