Beiträge von Junior_Jack

    Der Hintergrund wird sein, dass man keine "(Anti)Sympathie-Punkte" bekommt, falls sich Prüfer und Prüfling kennen würden. Daher wissen die Prüfer nicht, wessen Prüfung sie da korrigieren, weil ja nur die Nummer drauf steht.

    Ich denke aber, dass es trotzdem keinerlei Nachwirkungen haben wird.

    Das Thema widerholt sich hier auch monatlich ^^ Wir hatten diesbezüglich schonmal eine ganz gute "Übersicht der Lage" hier in diesem Thread wo ich auch mal beide "Bildungsgänge" gegenübergestellt hatte mit dem Ergebnis, dass sie, was den Inhalt, und vor allem auch den zeitlichen Rahmen betreffen , gar nicht weit auseinander liegen:

    BQ Prüfung Krank - Seite 2 - Allgemeine Diskussionen und Feedback - Seit 2002【ツ】Industriemeister Forum

    Klar es ist "immer" eine große (schwere) Aufgabe dabei mit 12 oder mehr Punkten, aber selbst wenn man die nicht packt und den Rest besteht man immer noch.

    Eben.... und man darf auch nicht vergessen, dass man sehr viele Möglichkeiten auf Teilpunkte hat bei NTG. Darum auch immer ALLES hinschreiben. Die Prüfer vergeben auch für Ansätze, Formeln, etc.... schon Punkte in dem Fach. Theoretisch kann man jedes Endergebnis falsch haben, und trotzdem bestehen!

    ...der einzige Unterschied zwischen mir und meinen Meisterkollegen mit Brief darin besteht, daß sie eben mal ne Prüfung in NTG bestanden haben, die zum überwiegenden Teil, aus völlig unnützem Wissen besteht, was nie wieder ein Mensch brauchen kann.

    Die für den Beruf wichtigen Fächer sind schaffbar und der für den Beruf völlig sinnbefreite Teil, wird so gestaltet, daß man den Spaß daran verliert. Das soll einer verstehen.

    Also ich finde solche Pauschalaussagen ja immer absolut engstirnig. Jeder (Meister) von uns arbeitet sicher in unterschiedlichsten Bereichen mit unterschiedlichsten Kernaufgaben. Ich zB. arbeite im Sondermaschinenbau. "NTG" gehört bei mir quasi zum Tagesgeschäft. Auch wenn ich nun mit der neuen Meisterstelle selber nicht mehr alles alleine mache, so sollte ich zumindest meinen Mitarbeitern gewisse Dinge erklären können in dem Bereich.

    Das erinnert mich an den ersten Satz den unser Dozent und damaliger Leiter der Schule in ZiB sagte:


    " Meine Herren, zum Thema Führungsqualität gilt Eh Arsch is un bliev a Arsch. (Aus dem Kölschen übersetzt: Ein Arsch ist und bleibt ein Arsch :) )

    Da kann man noch so viele Führungsseminare besuchen.... :thumbup:

    Haha :D ja, das ist gut... da hat er sicher auch irgendwo recht mit :D Auf Kölsch hört sich so etwas aber immer noch "nett" an irgendwie :D

    Ich denke , Personal führen zu können kommt auch einfach primär sehr sehr stark auf den Menschen & Charakter an und ist nichts was man durch Stoff wie zb in ZiB lernen kann.


    Die Mitarbeiterführung und Planung trau ich genauso jedem Menschen zu , der den Bachelor hat wie einem Meister ( von der Intelligenz her )

    Nur dass der Bachelor noch mehr Fachwissen hätte...

    Genau das ist eben nicht der Fall.... Selbst hochrangige "Cheffs" bekommen spezielle Führungsseminare um das Thema (besser) zu beherrschen.

    Natürlich spielt auch der Charakter eine gewisse Rolle. Aber der alleine macht dich nicht zum top Führungspersonal. Wenn dem so wäre, bräuchte ja zB auch kein Erzieher eine Ausbildung. Dann macht man nen Charakter-Test und schwupps hat man nen Job im Kindergarten wenns passt.^^


    Du vergisst den ganzen pädagogisch-didaktischen Teil. Damit wird kaum jemand geboren.


    Und der Bachelor (Studium) hat nicht zwingend mehr Fachwissen. Er hat mehr SPEZIALwissen in einem bestimmten Bereich. Je nachdem, welchen Bereich sein Studium abdeckt. Wir arbeiten viel mit Studenten die kurz vor Ihrem Abschluss stehen. Und die haben im Bereich Automatisierung 0 Plan. Dafür können sie dir alles an Micro-Elektronik entwickeln, berechnen und zusammenbauen was du möchtest.


    Du pauschalisierst mir schon eine ganze Menge. Das lässt mich annehmen, dass dir auch einfach noch ein wenig (mehr) Feld-Erfahrung fehlt ?!

    Es soll auch Studenten geben die vorher eine Ausbildung machen und dann studieren und schon passt dein Vergleich nicht.

    Klar, das ist aber kein MUSS für den Studiengang Bachelor of Science!! Von daher fliest das nicht in den Vergleich mit ein.

    Ich kann ja auch Abi gemacht haben ohne zu studieren!


    Letztendlich kannst du nur DIE Dinge miteinander Vergleichen, die Voraussetzung für den Abschluss "Bachelor" sind. Und die habe ich oben gegenüber gestellt.

    Was man darüber hinaus noch macht (freiwillig) spielt absolut keine Rolle für den DQR.


    Ich wage jetzt mal zu behaupten , dass man in der Ausbildung vor allem praktische Sachen lernt und zwar auch in die Materie eintaucht aber eben nur bis zu einer gewissen Grundtiefe.


    Ich ( fur mich persönlich ) muss ehrlich gesagt sagen, dass ich bestimmt zu 90% + , im Meisterkurs Sachen gelernt habe , nur um den Brief zu bekommen und nicht da ich sie effektiv später noch brauchen werde.

    Auch ein Student lernt viele Dinge, die er in seinem späteren Beruf nie wieder brauchen wird. Das ist doch völlig normal. Das kommt ja auch immer darauf an, wo man eingesetzt wird.


    Wenn du 90% deines Meisterwissens nicht benötigst, wäre meine Frage: hast du überhaupt eine richtige Meisterstelle???

    Ich meine ich brauche auch nicht alles.... Kaufmännisch werde ich nicht viel machen. Trotzdem ist das Wissen wichtig um zB. auch möglichst kostenneutrale Entscheidungen treffen zu können usw....

    Was auch gerne vergessen wird: Dem Meister geht im Normalfall eine 3,5jährige Berufsausbildung voraus. Theoretisch müsste man diese ja in den Zeitrahmen im Vergleich zum Bachelor-Studium mit einbeziehen und eben nicht nur den reinen Meisterlehrgang. Wenn man dann noch das geforderte eine Jahr Berufspraxis mit einbezieht, hat man schon 4 1/2 Jahre "Vorbildung" bevor der eigentliche Meisterkurs startet. Das alles hat der Student zum Bachelor ja nicht. Zumindest ist es kein Muss für das Studium. Wenn wir dann mal von einem 6monatigen Vollzeit-Meisterkurs ausgehen, landet man in Summe bei 5 Jahren nach der Schule (10. Klasse). Der Student macht noch zwei Jahre Schule und geht dann ins 3-jährige Bachelor-Studium. So weit liegt das also alles gar nicht auseinander.


    Aber wie ja auch schon öfter gesagt wurde, sind es nun mal zwei völlig unterschiedliche Bereiche. Der Student lernt halt Elektrotechnik bis ins Detail, dafür das große "Drumherum" nicht, welches dafür der Meister lernt und können muss um bestmöglich leiten, organisieren und planen zu können.

    Ich hatte diese Bücher samt Lernkarten auch für die BQ. Als Begleitung zum Unterricht absolut brauchbar. Auch später zum Nachschlagen mal gut.

    Vorab "durchpauken" stelle ich mir eh schwer vor, da man zu dem Zeitpunkt noch gar nicht wirklich weiß, wo die Reise hingeht und man vom Inhalt zusammenhangslos "erschlagen" wird ^^ :S

    Wäre schön wenn es anders wäre.. Aber sei nicht allzu "enttäuscht" vom Brief. Man hat da ja oft die "Schmuckbriefe"aus dem Handwerk vor Augen. das bietet defintiv keine IHK..

    Sooooo toll sehen die Heute bei der HWK aber auch nicht mehr aus ;) Das ist auch nur noch ein recht einfacher "moderner" Druck ohne viel SchnickSchnack. Zumindest in den technischen Meisterberufen.

    Bei welcher IHK hast du denn die Prüfung gemacht?

    Also bei uns (IHK BI) ist der MeisterBRIEF optisch schon etwas mehr als das "Zeugnis". Er ist DinA3 und es steht auch groß MEISTERBRIEF im Kopf. Was ich so mitbekommen habe, machen das die IHKs aber alle unterschiedlich, wie sie Lust haben. Manchmal heißt es auch "Urkunde" oder tatsächlich auch "Zeugnis".

    36 Monate ist aber auch echt nicht zu unterschätzen.... da muss man lange motiviert sein 🤷‍♂️


    Ich kann sagen, dass man das meiste eh im Selbststudium vertiefen und trainieren muss. Da bringen zu viele Präsenzstunden auch nicht unbedingt mehr.

    Man darf auch nicht vergessen, dass man den kompletten Stoff bis ins Detail über den gesamten Zeitraum "mitschleppen" muss, da am Ende bei der HQ ja quasi ALLES Thema sein kann. Vor allem beim Fachgespräch.


    Ansonsten sehe ich das so wie regda 👍

    Also der Brief der IHK Bielefeld hat aber zumindest ein geprägtes Siegel im Papier unten.

    Und die Unterschriften sind echt! Immerhin

    Wie die Kollegen über mir schon gesagt haben, lass dich nicht verrückt machen.


    Ich war quasi halber "Quereinsteiger". Habe 1998 meine Elektroausbildung gemacht, danach noch ein halbes Jahr in dem Job als Facharbeiter gearbeitet, und dann bis 2014 gar nicht mehr in dem Beruf gearbeitet. Bin 2014 dann erst wieder zurück in den Elektro-Beruf rein, und habe dann jetzt vor 2 Jahren den IM Elektrotechnik gemacht. Was mir vor allem fehlte, war der "Ausbildungsstoff", der im IM ja quasi vorausgesetzt wird. Nun hat sich gerade im Bereich Elektrotechnik in den letzten 20 Jahren doch einiges getan (besonders im Schwerpunkt Automatisierung und IT) ! Das musste ich halt zusätzlich noch aufarbeiten. Aber auch das hat funktioniert. Natürlich muss man sich selbst aufn Ar... setzen. Der Unterricht alleine ist nur eine Stütze. Zu Hause die Bücher nach dem Unterricht inne Ecke schmeißen und nächste Woche wieder rauskramen wird wohl in den meisten Fällen nicht funktionieren.


    Aber ansonsten ist das alles - auch Berufsbegleitend - machbar mit dem nötigen Ehrgeiz. :)

    Hi! Ich hab leider keine Antwort für dich, sonder nur eine Frage: Wie läuft das, wen du bereits einen IM abgeschlossen hast, musst du für eine andere Fachrichtung dann alles noch mal machen (BQ) oder reicht da dann die HQ der neuen Fachrichtung zu absolvieren?

    Genau, wie ProdPlan schon schrieb, sind die Schwerpunkte bei T2 ganz klar SPS und Regelungstechnik, dafür keine Trafos/Lampen/Hallen-Planungen und -berechnungen. Alles andere ist weitestgehend identisch.


    Das SPS-Programm basiert bei T1 und T2 meist immer auf der selben Grundlage. Bei T2 ist die Aufgabenstellung aber erweitert / komplexer.

    Regelungstechnik kann durchaus recht umfangreich werden. Da sollte man sich auskennen, da die Aufgaben oft viele Punkte bringen. Aber auch das ist kein MUSS. Ich hab in alten Prüfungen alles gehabt: mal nur eine Aufgabe, manchmal aber auch drei! Regler sollten also zwingend verstanden sein.


    Und der andere Schwerpunkt ist halt das ganze IT und Netzwerk-Programm. Heutzutage weniger Profibus - mehr Ethernet IP, etc....

    Ich war ja auch von dem Ausfall der Mai-Prüfungen betroffen. Ich kann nur sagen, dass dieses "Sei doch froh, dann haste (noch) mehr Zeit zum lernen" absolut kontraproduktiv ist. Vor allem, wenn es erst kurz vorher abgesagt wird, wo man ja normal eh schon voll im Lern-Konzept drin steckt und ja auch konkret auf die Prüfung hin lernt.

    Gerade weil ich es Teilzeit gemacht habe, waren diese zusätzlichen fast 6 Monate in jeder Hinsicht kontraproduktiv. Man muss ja den kompletten Stoff des Kurses (inkl. BQ) noch weiter MITSCHLEPPEN regelrecht. Das hat mich zB. echt unnötig belastet.

    Ja und wie auch schon gesagt wurde, haben einige - so war es bei mir auch - ja die Meisterstelle schon in Aussicht gehabt. Diese bekommt man aber natürlich auch erst mit bestandener Prüfung - folglich auch erst nen halbes Jahr später. Das höhere Gehalt entsprechend auch erst nen halbes Jahr später, etc....


    Ich hoffe für alle, dass jetzt im November nichts ausfällt. Da die Schulen ja aber auch weiterlaufen, denke ich auch, dass diese Prüfungen auch stattfinden werden. Für die IHK würde das ja sonst auch nur wieder unnötigen Stress bedeuten. Hat man bei uns ja gesehen^^


    LG

    cool... das ist fair. Hätte ich auch gerne so gehabt

    Der Fragesteller war eher von der Optik verwundert, die sagt zwar nichts über die Leistung aus ich kann ihn aber schon verstehen. Die Briefe sind in unserer Kammer zumindest noch nichteinmal von Hand unterschrieben und haben echt was von Bundesjugendspielen wobei das eigentlich unfair gegenüber den Bundesjugendspielen ist, da war schließlich ne Apostille auf der Urkunde hier gibts gedruckte Stempel und Unterschrift.

    Falsch - der Fragesteller hat noch garkeinen Brief erhalten und fragte, ob die "Zeugnisse (Din-A4-Zettel)" bereits der IM-Brief seien.

    Folglich habe ich "beruhigen" können, dass da noch ein "richtiger Meisterbrief" kommt.


    In BI sollen diese wohl Din A3 sein, mit Unterschriften aller möglichen IHK-Funktionäre o.ä. - wie er optisch gestaltet ist, weiß ich leider auch noch nicht.

    Warten wirs mal ab, in welcher Ecke er später mal hängen wird :D


    LG

    Es sind lediglich die Zeugnisse????


    Tolle Wertschätzung, denn diese "Zettel" sind die eigentlich wichtigen Nachweise.


    Diese Urkunde ist weder rechtsfähig noch in anderer Art und Weise brauchbar. Ausschließlich ein "nice to have" für die Wand, mehr nicht.

    Aus der Sicht des Fragenstellers war das doch eine nachvollziehbare und zielgerichtete Antwort. Nicht mehr, nicht weniger ;)

    Natürlich sind die "Zettel" das Wichtigere! Aber das war nun mal nicht die Frage!

    Selbst ich als Elektroniker wüsste den Innenwiderstand einer 1,5V Batterie nicht ausm Kopf. Wozu auch? Wenn man das nicht irgendwo mal aufgeschnappt hat, sind das Dinge, die man nachschlägt. Absolut nichts alltägliches und daher unnötig im Kopf zu haben!

    Hat es sich denn wenigstens gelohnt?